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cher man glaubte, daß sie an statt des Jndigs in derFärbekunst angewendet werden könnte; allein, manhat den vermutheten Endzweck noch nicht erreicht, ja,ich glaube, daß, bey Verfertigung einer solchen Farbe,vermöge des angegebenen Verhältnisses zwischen derKraft des Jndigs und des Waids, mehr eingebüßet,als erworben werden möchte, indem man aus einemganzen Centner Waid nicht mehr, als einige Pfundeder vorzüglichsten färbenden Theile bekommen würde,und die erhaltene Farbe würde, nach Beschaffenheitdes Waids, doch die Stelle eines Jndigs nicht vertre-ten können. Die Beschaffenheit der so genanntenWaidblumen, welche von den Färbern aus dem Schau-me ihrer Waibküpe gesammelt worden, und die in denvorzüglichsten färbenden Theilen dieses Krautes beste-hen, dienen zu einem Beweise, wie wenig Hoffnungman sich zu machen habe, aus dem Waid auf dieseWeise eine dem Jndig gleich kommende Farbe zu ver-fertigen. Denn ungeachtet dieselben eine viel schönereblaue Farbe enthalten, als der Waid, so erhält mandoch aus einer beträchtlichen Menge des Waids nuretwas weniges von diesen vorzüglichsten färbenden Thei-len ; und die Erfahrung hat bestätigt, daß dieselben inkeinem Falle, wo man sich dieses Jndigs zu bedienengenöthigt ist, für sich allein anzuwenden seyn. An-dere haben geglaubt, aus dem Waid eine Farbe zuwe-ge zu bringen, welche in der Färberey eben das aus-richten würde, was der Jndig bewerkstelliget, wennman nähmlich mit dem Waidkraute eben so, wie mitdem Anil, bey Verfertigung des Jndigs, verführe.Astrüc hat schon vor 40 Jahren in derVlaturgeschich-re von-Languedoc, diesen Vorsthlag gethan; undich zweifle nicht, daß man denselben in Frankreichauszuführen gesucht habe; allein, es ist gar wohl be-kannt, daß man in Frankreich, noch bis diese Stun-de,