Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Indiz. 671

dr, den Indig aus den Colonien in Amerika kommenlässet.

Endlich hat der Indig auch diese besondere Eigen-schaft, daß man ihn so wohl auf leinenen und wollenen,als auch auf seidenen Zeug setzen kann, welches sichmit dem Waid nicht thun lässet, indem derselbe nur zuden wollenen Zeugen gebraucht werden kann; und die-ses ist ein hinlänglicher Beweis, daß die aus demWaid gezogene, oder auf eine andere Art verfertigte,blaue Farbe, wie ich bereits gesagt habe, gleichfallsdiese Eigenschaft behalten, und sich daher von einemwahren Indig gar merklich unterscheiden werde.

Daß, wie ich oben erwähnt habe, der Indig sichin sehr vielen Stücken von allen übrigen bekanntenblauen Farben unterscheide, beweisen diejenigen Ver-suche, welche man in der Färbekunst mit denselben an-stellt. Sowohl die Beschaffenheit des bey den FärbernHierzu gebräuchlichen Gefäßes, welches sie die Küpenennen, als and; die Art und Weise in demselben ver-mittelst des Jndlgs, des Waids, und anderer hierzunöthigen Stücke, die gewöhnliche blaue Farbe im Gro-ßen anzusetzen, ist im V Th. a. ang. O. beschriebenworden. Folgender Versuch, welcher alles dasjenigeim Kleinen enthält, was man bey dem Färben in derKüpe zu beobachten hat, wird hinlänglich seyn, dieEigenschaften eines guten und wahren Jndigs anzuzei-gen, und denselben von allen übrigen Farben zu unter-scheiden. Man verfährt hierbey folgender Maßen.Erstlich gießt man ungefähr 10 bis 12 Quart Wasserin einen Topf, welcher eine gute Hand breit mit Ascheumschüttet werden muß, und lasset das Wasser bey ge-lindem Feuer heiß werden. Hierauf wirft man a^LothFärberröthe, eine Hand voll Weihenkleyen, und 6 Lothcalcinirke Pottasche in das Wasser, rührt alles wohlunter einander, und lasset es eine Viertelstunde kochen,worauf man das Feuer wegnimmt, und etwas kaltes

Mas-