Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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672 Jndig.

Wasser zu der in dem Topfe befindlichen Lauge gießt,damit der Sud sich ablösche, und die in dein Wasservorhandene Färberrörhe und Kleye zu Boden setze.Wenn dieses erfolgt ist, und die Lauge ungefähr ^ Stun-de gestanden hat, thut man 2 Loch fein geriebenen In-diz hinein. Will man zugleich mit Waid, wie die Fär-ber bey dem Ansehen ihrer Küpe gewohnt sind, färben,so muß man noch über dieß 6 oder 8 olh Waid zuse-hen. Hierauf lässet man diese zusammen gesetzte Far-be, wenn man sie vorher recht unrer einander gemischethat, ungefähr 1 Stunde lang ruhig stehen. Befindetman nach dem Verlaufe dieser Zeit, daß sich oben aufderselben ein blauer Schaum zeigt, welches die Färberbey ihrer Küpe ankommen nennen, so setzt m^,, wennman sich nebst dem Jndig zugleich des Waids bedient,etwas gelöschten Kalk hinzu; ist aber die Farbe »ochnicht angekommen, so rührt man dieselbe wohl untereinander, und lasset sie übermahl eine Stunde stehen.Zeigt sich der gemeldete blaue Schaum, so seht manden Kalk zu; ist sie aber noch nicht angekommen, somacht man den Sud wieder warm, da sie denn gemein-iglich gleich ankommt, worauf man den Kalk zuseht.Alles dieses hat man ebenfalls zu beobachten, wennman den Versuch nur mitIndig anstellt, nur daß manin diesem Falle keinen Kalk zusetzen darf. Wenn, be-sagter Maßen, die Farbe angekommen ist, lässet mansie noch eine Zeitlang stehen, und legt alsdann den sei-denen und wollenen Zeug, den man färben will, hinein,lässet es eine Viertelstunde darin liegen, und wäscht esendlich wohl aus.

Wem dieser Versuch, welcher eigentlich zeigt, wieder Jndig sich in der Küpe verhält, zu beschwerlichscheint, der kann die Güte desselben auf folgende Weiseauskündig machen. Man nimmt 1 Loth Jndig,6 Loth Vitriolöhl und I Loth wohl geriebenen gutenKobalt. Dieses alles lässet man in einem geräumigen

Glas-