Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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Glaskolben 1 6 Stunden lang stehen. Hierauf lässetman 6 Quart Wasser in einem Topfe warm werden,schüttet die in dem Kolben befindlichen Species zu den-selben, und rührt alles wohl unter einander. Wennsich alles vermischt hat, und die gehörige blaue Farbezum Vorschein kommt, legt man den seidenen und wol-lenen Zeug, den man zur Probe färben will, hinein,lässet ihn ungefähr i Stunde darin liegen, und wäschtihn hernach in lauem Wasser wohl aus. Ueärigenshat man bey dem ersten sowohl, als auch bey diesemletzten Versuche zu beobachten, daß man den Zeug,welchen man färben will, vorher mit lauem Wasserauswafche, und Hernach wohl ausringe, ehe man ihnin den Topf legt, damit derseibe eine gleiche Färb»annehme.

Wenn man nun von der Güte des zu diesen Ver«suchen angewendeten Jndigs ein Urtheil fällen will, soberuhen die Kennzeichen desielben nicht nur auf derSchönheit der erlangten Farbe, sondern man muß auchzugleich beobachten, ob der seidene Zeug eben die schö-ne und hohe Farbe angenommen habe, die man beydem wollenen beobachtet; ingleichem, ob die Farbe sichin beyden Proben rein ausfärben lässet, dergestalt, daßnichts als das hierzu genommene Wasser übrig bleibt.Diese drey Stücke geben nicht nur die Eigenschafteneines guten und geringen Jndigs zu erkennen, sondernsie unterscheiden auch den wahren Jndig von allenübrigen zur Zeit bekannten blauen Farben.

Sollte man daher eine blaue Farbe ausfündig ma-chen, welche in diesen angeführten Versuchen dieStelle des Jndigs verträte, so kann man versichertseyn, daß dieselbe gleichfalls so wohl in der Küpe, alsauch bey ander» Arten mit Indiz zu färben, an stattdes Jndigs gebrauchet werden könne, dessen Möglich-keit aber in Zweifel zu ziehen ist. Indessen will ichnicht in Abrede seyn, daß man nicht eine blaue Farbe,Oek. «nc. XXlX Th. U» wel,