Jndostan. 68Z
che, welche nichts anhaben als nur ihre Blöße zu be-Lecken. In Bengalen werden allein 20200 gezählt.
Was die Gelehrsamkeit betrifft, so ist die Astro.'logte der Indianer vornehmstes Geschäft. In derStadt Bennares in Bengalen, am Flusse Ganges,und zu Tata stnd hohe Schulen, wo die Jugend inson.'derheit in der Theologie, Philosophie und Politik un-serviertet wird.
Da dieses Land, und die meisten Königreiche, auSdenen cs besteht, ^ stark bevölkert ist, so gibt es daselbstverschiedene Provinzen und Städte, deren Einwohner,ungeachtet sie ihrer Gemüthsbeschaffenheit nach faulsind, ,sich theils aus Noth, theils aus andern Ursa«chen, auf Aünsts und i'Uar.ufactumt legen. Imsonderheit werden daselbst schöne Tapezereyen, Bro-cate, gestickte Sachen von Gold und Silber, allerleyandere seidene und baumwollene, theils weiße, theilsgefärbte Gewebe von verschiedener Feine, vom Segel«Tuch an bis auf die feinsten Mousseline, ingleichemBaffetas, Ziße rc. ferner sehr feines, und insonderheitdas allerfeinste gesponnene baumwollene Garn, verfert-iget. Ueber dieß machen auch die Künstler in Judo-stau verschiedene, saubere Goldschmid- Juwelier- wieauch schöne Lackier- und ausgelegte Arbeit von Perl«Mutter und Schildkröten, und verstehen das Krystall-und Edelstein-Schneiden, so gut als die Europäer,wie es denn ihnen auch an Mahlern und Drechslernnicht fehlt. Das Lederbereiten verstehen sie ungemeingur, und ihre Weiber haben im Nähen und Stickenvor vielen andern Nationen vieles voraus. In ver-schiedenen Königreichen, vornehmlich in Agra, Golrconda, Bengala und Brampour, wird auch viel In«dig bereitet; anderer weniger erheblicher Manufactu«ren nicht zu gedenken.
Was die Handlung nach Jndostan betrifft, sokönnte dieses weitläuftige Reich, da es an allem dem«