Indo stan. 687
ausmacht, welche zwischen dem Meerbusen des Indusund von Cambaya hervor geht, und über 122 Meilenan den Küsten enthält. In diesem Raume liegen diezwo Städte, Cambaya und Surate, von welchen ichhernach sprechen werde. Die Portugiesen haben langeZeit allein die ganze Handlung in diesem Königreichegetrieben, von welcher sie sich durch die Festungen,die sie zu Daman, Diu und Goa angeleget haben,und die sie auch noch wirklich besißen, zum Meister ge-macht hatten; weil aber ihreMacht daselbst nicht mehrso fürchterlich ist, so kann sie nicht verhindern, daßjetzt diese Handlung nicht allen europäischen und orien-talischen Nationen offen seyn sollte, welche alle Jahreihre Schiffe nach Surate schicken, wo seit länger, als50 Jahren, die ganze Handlung von Guzurare gleich.'slm vereinigt ist, obgleich auch beständig zu Cambaya,Brochia, Brodera und Serquisse (Sirchesch wo dieEngländer und Holländer Ccmtoirs haben, eine sehransehnliche Handlung getrieben wird. Als die Portzr»giesen Meister von der Handlung in Guzurare waren,brachten sie ganz allein Zinn, Zinnober, allerley Sor«ten von Tüchern, Elfenbein, Sandelholz, Pfeffer,Cardamomen, Nelken, Porzellan, chinesische Zeuge,und goldene und silberne Gesäße dahin. Seit ihremVerfall aber liefern verschiedene Nationen den mogoli.'scheu Landen diese und viele andere Waaren; man siehtin ihren Häfen und in ihren vornehmsten Städten nichtallein Franzosen, Engländer, Holländer und Porturgiesen, sondern auch Juden, Türken, Perser, Ära.'ber, und Kaufleute aus allen indianischen Städten,ausser nur keine Chineser und Japaner.
Die Stadt Lambay.-., (Lambaja, Cambaye,oder Lambadia) in dem Königreiche Guzurare, ist ihrres Hafens und guten Handels wegen so berühmt, daßman sie das wdramsche Lairo nennt; es wird nachibr auch das Königreich Guzura le, Cambaya genannt.
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