Jndostan. 701
vicht weit vom Meerbusen von Cambaya, und nur ei-neu Kanonenschuß weit von der See, zwischen Su-rate gegen Mitternacht und Bassaim gegen Mittag.Die Stadt wird durch einen Fluß gleiches Nahmensin zwey Theile getheilet. Der zur Rechten des FlusseSheißt Alt-Daman- und der zur Linken Neu -Daman.Alt- Daman ist fast von lauter Heiden und Mohrenbewohnt, welche verschiedene Handwerke treiben, undhier ihre Läden haben; Neu-Daman hingegen ist einesehr schöne Stadt, ob sie gleich nur wenig Einwohnerhat. Den Hafen formiret der Fluß zwischen diesenzwey Städten; es können aber weder große, noch klei«m, Barken eher in denselben einlaufen, als bis dieFluch steigt. Der Strohm ist bey dem Abflusse soreissend, daß man auch nicht einmahl mit Rudern überdenselben kommen kann, sondern Anker zu werfen gernöthigt ist. Nicht nur die gute Befestigung derStadt, nebst ihrer vortheilhasten Lage, sondern auchdie ziemlich gute Handlung, welche daselbst getriebenwird, hat die Portugiesen, veranlasset, diesen ihnenbi< auf das 1 .1740 gehörigen Ort höher, als irgendeinen andern von denen Plätzen, die sie im Orient be-sitzen, zu schätzen, wiewohl ihr die Handlung zu Ba«caim .Bassaim) nichts nachgibt. Doch muß man auchgestehen, daß diese beyde Plätze so wohl, als Diu,ziemlich verfallen sind, seit dem die Engländer, dieHolländer, und die übrigen europäischen Nationen,Surate in Ansehen gesetzt haben. Ueber dieß habenauch die Banjanen so wohl zu Daman, als in denmeisten andern Städten, die den Portugiesen noch inIndien übrig geblreben sind, die daselbst zu entrichten«den Zolle in Pacht, welche überhaupt von den einge-henden Waaren lo pro Cent betragen.
Diu, oder D ou, eine kleine Insel, nebst einerStadt gleiches Nahmens, auf dem indischen Meere,«Njder Küsie.vonGuzurate, gegen den»Meerbusen von
Cam'