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so lange man glaubt, daß Handlung und Manufactu-reu der Würde des Adels nachtbeilig seyn, so langediese nützliche Nahrungöarren sür geringer gehaltenwerden, als die Wissenschaften und die Ekaaksbedien-ringen, wenn man die Sache nicht nach einzeln Perso-nen, sondern im Ganzen betrachtet: so kann inan sichkeine Hoffnung machen, das Genie und die Industrieder Nation dermaßen zu befördern, als ein blühenderNahrungstand es erfordert.
Die Folgen dieser geringern Achtung der Handlung undManufacruren sind aktemahl diese, easi die Kinder aller der»jenige», die bey denCvmmcnien, Fabriken und andern Ge-werben, einiges Vermögen erworben haben, die Beschäftig-ung ihrer Vater verlassen, und die vorerwähnten, in mehre-rer Achtung stehenden Lebensarten «wählen. Auf solcheArt aber geht nicht allein das Geld aus den Commerzien,welches dem Staate darin so-nützlich ist, sondern der Nahr-ungsstand saun auch niemahls blühend werden, weil dieserFlor auf die Menge der darin beschäftigten Personen, wel-che mit einander wetteifern, nicht wenig ankommt. Ichwill deshalb den Wissenschaften den Vorzug nicht absprechen,in so fern sie ihren Endzweck erfüllen, und den wahrenNutzender bürgerlichen Gesellschaft beftedcrn; ich gesteheaber gern, daß bey mir, der ich die Hochachtung bloß nachdem Nutzen abmesse, den jemand der bürgerlichen Gesell-schaft, in welcher er lebt, leistet, ein Kaufmann, welcherdem Staaie nützliche Commerzien ire-chr, und durch feineUntern.'hmungen vielen Mensche» Nahrung schaff, r, in un-gleich größerer Achtung steht, als ein Hai^gelehtkkr, ja, sogar als ein Minister, welcher bloß zn seiner Bereicherung,zu Bedrückung der Unterthanen, und öfters zum Unglückdes Staat, s, seine Stelle bekleidet. Wenn es aber Gelehrtegibt, die sich weit höher dünken, als ein dem Staaie nütz-licher Kaufmann und ein angesehener Fabrikant, und mit-hin solche schädliche Vornrrheile fortzupflanzen suchen, soverdienen sie selbst ein verächtliches Mitleiden. In einemwohl eingerichteren Eraare sollte man die Gelehrten garnicht als einen besondern Stand, oder Classe der bürgerli-che» Gesellschaft, ansehen. Die Wissenschaften vertrage»sich mit allen Ständen und Lebensarten. Sie sind die Vor-
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