Band 
Neun und zwanzigster Theil, von Jan bis Inf.
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und die Wolle empfängt ?ott ihm die Spinnerinn, derWeber, der Färber, der Schneider; und so gehen siedurch viele Hände, ehe sie der Mensch brauchen kann.Ein jeder verdient daran Geld, und in dem GeldeBrod, Kleider, und andere Sachen, die er nöthig hat.

Das Reich der Kunst hat sich mit dem Alter derWelt sehr ausgebreitet, und den Prodlicten der Nacuceine mannigfaltige Gestalt gegeben. Wie schön, wievielfach werden Wolle, Flachs, Seide und Metalleverarbeitet! Wer erstaunt nicht, wenn er auf eineMesse ober auf einen großen Jahrmarkt kommt, unddie Menge von Sachen sieht, welche Menschenver-stand ersonnen, und Menschenhände gemacht haben,und die alle zu unserm Nutzen, Bequemlichkeit undVergnügen gereichen! Die Künste, welche die Schön-heit, d r Pracht, und den Nutzen der Sachen in derWelt ausbreiten und vervielfältigen, sind nicht über-flüssig und verwerflich. Der Mensch muß nurfovielVerstand und Mäßigung besitzen, daß er zuerst aufdas Nothwendige, und was zur Ausrichtung feinerPflichten erfordert wird, sehe; alsdann kann er auchdas Bequeme, das Angenehme und Prächtige hinzufügen. Er muß nicht sein Kleid mit Gold oder Sil-ber besetzen lassen, wenn er kein Brod, und SchuldenHat. Aber, wenn seine Haushaltung mit allen Noth-wendigkeiten versehen ist, und er hat alsdann nochübrig, so kann er sein Haus mit Gerüche schmücken,uird in einem bequemen Wagen fahren, wie es seinStand gestattet. Wohl dem, der ohne Verletzungseiner Pflichten die Summe seiner angenehmen Ein«psindungen vergrößern, und seinem Leben in der Weltalle mögliche Freude erwerben kann!

Zur blühenden Nahrung und Gewerbe in einemLande wird erfordert, daß es volkreich sen, und wenig-stens so viel Menschen umfasse, als feine Naturalienerhalten können. Denn die Menschen blechen einan-der