Kleid.
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ten, und so gemacht, daß die fliegende Mähne längstdem Rücken siht, welches bey windigem Wetter selt-sam aussteht. Ihre Mühe ist ein i Spanne hoher,nicht selten spitziger Kegel von Tuche, mit einem denholländischen Schiffer-Hüten ähnlich aufgebogenen,abstehenden, schmähten Pelz - Bräme. Das Ober-Kleid des Frauenzimmers von feinem Tuche oder seide-nem Zeuge, hat vorn Knöpfe, und wird fest gegürtet.Hals und Busen bedeckt eine Modeste, oder ein Nüstermit Münzen schuppenförmig bedeckt, bisweilen vonGitter- oder Netzwerke von Glas-Korallen und Mu-scheln. Die Mädchen tragen an den zahlreichen Zöpfender Haare Bänder und Klimperwerk, welches bis aufdie Waden hinab hängt, und eine Haube mit einem ge-spitzten, i Spanne langen, Nackenstucke, der Haubegleich mit Münzen und Korallen bedeckt. Die Weibertragen, ausser der Haube, eine bedeckte Stirn-Binde,und nur 2, oder auch keine Haar-Zöpfe. Bey schlech-tem Wetter tragen alle, tatarische Schleyer-Tücheroder Tastar. Arg. 2139, stellt ein baschkirisches Frauen-zimmer vor.
Bey den Ralmücken, besteht die männliche Kleid-ung gemeiniglich aus einem Ober-Kleide, welches bisauf die Waden reicht, lange, obenher weite, nach derHand zu aber ganz enge Aermel hat, und aus Tucheoder Baumwollen - Zeuge gemacht ist; ferner aus einemoder auch mehreren, über einander angezogenen leichtenUnter-Kleidern von Baumwollen - Zeuge, oder Da-maste, und andern seidenen Zeugen, welche nur bis andie Kniekehlen reichen und enge Aermel haben, auf derBrust mit kleinen Knöpfen zugeheftet, und vermittelsteiner Leib-Binde oder eines Gürtels, entweder mitdem Ober - Kleide oder ohne dasselbe, um den Leib be-festiget werden. Darunter tragen die Reichen ein kur-zes, vorn ganz offenes Hemd, welches kaum bis überdie Hüfte geht und vorn über einander schlägt; nebst
weiten.