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Pelzwerke, entblößt sein Haupt nicht, und trägt großeweite Schuhe, welche mit Heu oder Stroh ausgefüt-tert sind. Im Sommer ist ihm das bloße Hemd nebstder langen weiten Hose von Leinwand (Gattya) zur Be-deckung seines Körpers genug. Es gibt in Ungarnverschiedene Völker: Ungarn, Slawen, Deutsche,Griechen, Juden. Zigeuner. Bey der Verschieden-heit ihrer Kleidung fällt gewiß nichts mehr auf, als daßder ungarische Bauer zur Sommers-Zeit einen Pelz vonLamm - Fellen tragt; nie macht er aber während dergroßen Hitze Gebrauch davon, das Rauche hat er im-mer auswärts gekehrt, und dieser Pelz hängt ihm solocker am Leibe, daß die Luft ihn beständig durchstrei-chen kann. Diejenigen Ungarn, die diese Gewohnheithaben, sind meistens solche Menschen, die ganze Mona-the auf dem Felde zubringen, und fast beständig reisen,daher verlassen sie nie ihre Pelze, sind gesund, und ken-nen keine Schädlichkeit der Nacht - Luft. Einem Theiledes National - Ungars ist die besondere Gewohnheiteigen, daß er sein Hemd, welches er, bis es zerrissenist, nicht vomLeibe lässet, durchaus mitSpeck schmiert;seine Absicht dabey ist, sich vor dem Ungeziefer zu be-wahren; er ist aber auch zugleich dadurch gegen die mei-sten Einflüsse der feuchten Luft sicher gestellt.
Die Einwohner derjenigen Landschaft in Vber-Ungarn am Flusse Poprad oder Popper, welche dieAipser Gespanschafr (Lornirarus bcepulientis) ge-nannt wird, sind, ihrem Stande nach, entweder Leutevon Adel, i Bürger, oder Bauern, der Nation nachaber entweder Sachsen (Abkömmlinge der alten Sach-sen) und Deutsche, oder Slowaken und Rußnaken.Die Zipser Sachsen haben andere Kleider in den Wo-. chen - und Arbeit-Tagen, und andere an Sonn - undFest-Tagen. Die Mannspersonen tragen, bey ihrerArbeit, entweder von gegärbtem Leder, oder von gro-bem weißen Tuche nach ungrischer Art lange Beinklei-der;