Klima,
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dieses Verbrechens, so viele Geseße gemacht hat. Nacheinem Gesetze der Weft-Gothen 6? ) bürste der Wund«Arzt einer Freyen anders nicht, als in Beyseyn desVaters, des Bruders, Sohnes oder Oncle, die Aderöffnen. Die Gesetze, sagt Moutesgmtu, argwohn;ren alles, so bald der Character des Volkes argwöhn;isch ward.
Auch auf die, südlichen Völkern natürliche, Furcht;sarnkeit nimmt die Gesetzgebung Rücksicht, indem siefür die Erhaltung der öffentlichen Ruhe und Sicherheitwacht. Dies ist vornehmlich der Fall in China, wojede Störung des öffentlichen Friedens, jeder gemalt;same Wiederstand der Unterthanen, mit der äusserstenHärte bestraft wird. Von dieser Wachsamkeit derGesetze rührt auch die strenge Polizei?.- Verfassung her,welche in diesem Reiche angetroffen wird. Indessendient diese Strenge mehr da;u, und soll, wie es scheint,mehr dazu dienen, den : urb des Volles niederzufchla;gen, und es zur Unterwürfigkeit zu gewöhnen, als ih;ren sittlichen Character zu verbessern. Denn bey allerMühe, welche man anwendet, öffentlichen Unruhenvorzubeugen, werden doch Betriegereyen der Untertharnen unter sich, wenn sie nur nicht mit offenbarer Gerwalt verbunden sind, wenig oder gar nicht von den Gersehen bestraft.
Einige Geseße haben so gar Beziehung auf Natio-nal-Trägheit und Unthätigkeit. Der indianische Ge-setzgeber Fve richtete sich, bey Abfassung seiner Gersehrx die insgesammt Mangel an Gefühl, und den Zu-stand einer vollkommenen Ruhe des Bürgers voraus
sehen,
(67) I« Lournefork'S Reist» kommt ein merkwürdiges Bey»spiel der Eifersucht vor. Dieser Ar;t sollte deni F:auen;im,mer im Serail Arzeney-Mittel »erordncn. Man erlaubteihm aber, um sich von dem Zustande der Krankheit und derHeil-Art, die er anzuwenden hatte, zu unterrichten, nur dieHände der Kranken zu sthen und zu berühren.