Klima.
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sehen, nach seinem eigenen unthätigen Character.Allein seine Geseße begünstigten zugleich diesen Natio-na!-Fehler, und zogen dadurch unendlich viel schlimmeFolgen nach sich. Die Gesetzgeber in China hingegenbefolgten weisere Maßregeln, indem sie sich den Men-schen nicht in einem so ruhevollen Zustande, dergleichener nach dem gegenwärtigen Leben genießen soll, sondernin einer solchen Lage vorstellten, die ihn zur Erfüllungmancherley Pflichten des Lebens geschickt macht, unddaher Religion, Philosophie und Gesetze ganz praktischeinrichteten. In China verabscheuet man deswegendie Gesetze des Fve. Ueberhaupt ist es eine ausge-machte Wahrheit, daß, je stärker der natürliche Hangzur Unthätigkeit ist, desto mehr man sich davon durchsittliche Bewegungsgründe abziehen zu lassen verbun-den sey.
Diese mannichfaltige Beziehung der Geseße aufDenkungsart und Sitten, hat die Anzahl der Verbre-chen sehr vermehrt. Der Gedanke z. B. die beleidigteHoheit des Regenten an dem Schuldigen zn rächen,hat die grausamsten Verfolgungen in China veranlasset.Nach den Gesetzen dieses Reiches wird jeder, der demKaiser nicht die gehörige Achtung erzeigt, am Leben ge-straft. Da die Gesetze nicht bestimmen, worin dieserstrafbare Mangel an Ehrerbiethung bestehe, so ist esleicht, eine jede Handlung als eine Verletzung dieserPflicht anzusehen, und unter diesem Verwände den un-schuldigen Bürger um das Leben zu bringe», oder auchwohl seine ganze Familie zu vertilgen. Du Haldeerzählt einen besoirdern Fall, da zwey Personen zumTode verurtheilt wurden, weil sie einen gewiffeit Um-stand nicht mir der pünktlichsten Genauigkeit in dieHoftZeitung gesetzt hatten. Eine Person von hohem Ran-ge wurde nebst ihrer ganzen Familie am Leben gestraft,weil sie aus Unachtsamkeit auf ein mit dem kaiserl. ro-then Pinsel unterzeichnetes Memorial einen Strich ge-macht