Klingel. 585
Anklingeln, an die Klingel ziehen, besonders umdadurch ein Zeichen zum Aufmachen der Hausthür zugeben, wofür man an einigen Orten, z. B. in Thü-ringen, austheilen, jagt, Vor einer Thüre anklin-geln, lonner la ciocherce d’une porte.
Das Zubehör und die Einrichtung einer Klingel,ist eine Schlösser - Arbeit. Duhamel, in seinerGchiösserkunsr, beschreibt sie folgender Maßen (*).
,, Jedermann weiß, wie bequem es ist, um die Be-dienten zu rufen, wenn man nur an einer Schnur zie-hen darf, die entweder bey dem Kamine, oder amBette, oder bey dem Schreib-Tische, bcsindlich ist.Diese Schnur seht eine Klingel in Bewegung, die sichan dem Orte hören lässet, wo sich die Bedienten auf-halten, wenn gleich dieser Ort von dem Eabinc^e oderZimmer, das man bewohnt, weit entfernt ist. DieBewegung der Schnur wird der Klingel durch Eisen-Drahte und Winkel-Eisen mitgetheilt. Vermittelstdieser Winkel-Eisen wissen die Schlösser, die in derArbeit, Klingeln zu stellen, erfahren sind, den Drahrin einem ganzen Zimmer herum zu ziehen; sie führenihn bis oben hinauf in die Häuser, und wieder herun-ter in das untere Stockwerk, so, daß man die entfern-testen Klingeln mit geringer Mühe in Bewegung sehenkann.
„Diejenigen, welche die Klingeln anschlagen, dür-fen sich vor den Scheidewänden, Mauern und Bal-ken, die sie auf ihrem Wege getroffen, gar nicht auf-halten lassen, sondern sie machen ein Loch hinein, undziehen ihren Eisen - Draht durch. Sie haben dazuDrill-Bohrer, Fig. 2210, mit Bohr-Eisen, Fig,2211 a ) und welche 9 Zoll bis 2 Fuß, und mehr,Oo 5 'lang
(') Nach Schröders tm 9 0 «. Schanpl. der
Rünste und kxi - i.d Königsb, 1769, gc. 4-
S 443 , fgg-