Mittag. 6;z
Eine oder zwey Aehren dieses Klittag # Samenswerden eine gute Handbreit tief in den Sand nieder ge»leget, lind ungefähr i Elle im O.uadrat von einandervertheilt, welches solchergestalt reihenweise in demSande continuiret wird, doch so, daß nicht mehr gele-get werde, als sogleich verdecket werden kann. Zu die-ser Bedeckung vor dem Wehendes Windes, nimmtman Eltern-oder Birken - Reiser von 2 bis 3 Ellenlang, und steckt sie so ziemlich dicht neben einander hin,als der Ort weil und breit ist, und continuiret damitaus 3 Klafter in die Länge gegen den Wind, damit die-ser den anderweit noch unbebaueten Sand nicht aufviegelegte Saat hinüber wehe und ersticke. Der an diegesetzten Reiser nach und nach anfliegende Sand-Zaunkann nachgchends zu fernerer Planierung des Terrainsangewendet werden.
Was die Zeit zli Legung der Saat betrifft, so ist eSim Frühlinge oder im Herbste am besten. Was imFrühlinge gesäet wird, wächst im Herbste hervor, undso umgekehrt.
Der Same deS Mittags üuffert sich erst in deinzweyten oder dritten Jahre. An dem spanischen Klee,welcher in demselben Falle gebraucht wird, sind dieAehren etwas länger, und die Körner ungefähr wieHaber-Körner. Der Klittag-Same hingegen ist sehrklein, und wird bey uns gegen den Anfang der Rocken-Aernde reif. Der spanische Klee aber braucht gern et-was längere Zeit, ehe er zur Reife kommt. Weitn derSame reif geworden ist, werden die Aehreit dicht obenam Stroh-Halme weggeschnitten, gesiunmelt und ver-wahret. Wenn er auch 2 bis z Jahr alt ist,kann er doch zum Einsäen dienen; nur liegt er etwaslänger, ehe er hervor wächst.
Nachdem nun dieses Gewächs also einige Jahrehindurch gestanden und Samen getragen hat, breiteressich sehr aus, und wächst hoch u>»d dicht zusammen.
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