Klopfer. 647
Klopfet/ Nieders. Rlopper. 1. Ein Werkzeug zumKlopfen.
Bey den Handschuh-Machern, wird ein in einemhölzernen runden Hefte steckender, ungefähr 6 Z. lan-ger runder Stift, welcher nach vorn zu dünner wird,und womit die Nähre an den Fingern der Handschuhegeebnet und ausgestrichen werden, der Rlopfer ge-nannt; f. im XXI Th. S. 460, und die dazugehörigeFig. !2Z0.
Von dem Klopftr oder Rlopf-Holze der Kat-tun-Drucker, f. oben, S. 643.
Auch die Weiß - Gärber nennen den Stock, mitwelchem die Wolle von den Fellen gereiniget wird, denKlopfer, Fr. Baue.
In engerer Bedeutung heißt der Klopfer, An-klopfer, oder Thür-Klopfer, L. Malleus pensilis,eilt an einer Thür beweglich befestigter Hammer,Schlägel oder Ring (Klopf-King) von Eisen oderMessing, dergleichen man gemeiniglich von aussen andie Haus-Thüren und Thorwege zu machen pflegt,damit, wenn jemand bey Nacht-Zeit, oder sonst ver-schlossener Thür eingelassen zu werden wünscht« er denim Hanse befindlichen durch das Klopfen und Anschla-ge» mit demselben ein Zeiche» geben kann. Ein Klops-Ring, heißt inl Fr. biemtoir, Bscloir;. wenn es MHammer ist, sagt man gewöhnlicher Martejm, de
porte.
Der eiserne Klopfer ist eine Arbeit der Schlösser,und der messingene eine Arbeit der Rothgießer. Zu-weilen ist derselbe zierlich gearbeitet; Fig. 2241 »->,und 2242 »>. Man wählt das weichste und am be-sten ausgeschweißte Eisen.. Man schmiedet es so dick,und so groß, als der Ring werden soll. Den Randdieses Stückes Eisen macht mau Hernach mit der Feilevollends vollköinmen, indem man ein Papier, woraufdie Zeichnung steht, aufdas Essen geklebt hak. Man
S 6 4. bohrt