Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
Seite
650
JPEG-Download
 

650 Klöppel-Flasche.

ten bekannt, so wie die an einem Ende gemeiniglichkugelig gedrechselten ähnlichen Hölzer oder Werkzeugevon Horne, oder einer andern glatt gedreheken Materrie, vermittelst deren Spitzen, Schnüre, Kanten,Zackchen, u. s. w- nach einer gewissen Ordnung undvorgezeichnetem Muster über einem Klöppel - Küssenaus Garne, Zwirne, Seide, Gold-oder Silber-Fä-den zusammen geschlungen oder geflochten werden; s.Rtöprxln.

Eben so bekannt ist es von dem eisernen Schlägelin der inwendigen Höhle einer Glocke, welcher durchsein Anschlagen an den innern Rand eigentlich denSchall hervor bringt, und im Oberd. auch der Glö-ckel, von dem d eher. des Kew und Nokk r, fürschlagen, und in Nieder-Sachsen der Rnepel, Poln.Knep e, Schwed. Klaep, im mittlern Lat. chpous,im Fr. Oiper, Lsnsm äs ciocNe, Baiail, genanntwird. ;

Auch der runde Klotz, aus welchem Scheite ge-schlagen rvechen sollen, heißt im Forstwesen einiger Ge-genden ein ^isivpeL oder Klöppel, in andern einSchroc, eine walze.

Es kömmt von klopfen, Nieders. kloppen, her, svfem• dasselbe ehedem auch schlagen überhaupt bedeutete, in wel-chem Verstände noch Ottfried sein clob^n braucht. Eslautet daher sowohl im Oberdeutschen, als zuweilen auchin der edlem Schreib- Art der Hochdeutschen in allen obi-gen Fallen Und in den folgenden Ableitungen und Zusam-mensetznngerpRlöpftl.

Blöppel'-Flastche, Klöppel» Glas, eine Benennungderjenigen Gläser, deren sich die Klöppel - Mädchenund eimge Handwerksleute bedienen, und wodurchviele bey mäßigem Licht« bequem sehen können. Sie-he unter L,nmpe.