Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
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K/oster. 725

«he dieses Geld annehmen, und von der Leichtgläubig.'keit deS nicht denkenden Theiles der Menschen einen soungerechten Nutzen ziehen.

Ferner, wenn wir frey denkende, aber beschränkteWesen seyn sollten, so konnte es nicht anders kommen,als daß wir sehr oft irren und fehlen mußten. Wirmußten Handlungen, die unsre Glückseligkeit geradezuzernichten, oft für solche ansehen, die unsre Glückselig«keil zu befördern geschickt wären, weil wir nur selten imStande sind, W unabsehbare Reihe der Folgen, wel«che unsre Handlungen ha^en, zu überdenken. Dießrührt nliu ganz offenbar von der Beschränktheit unsersVerstandes her, über welche wir so oft ohne Rechtklagen. So nothwendig und unvermeidlich also dieseist, eben so unvermeidlich ist irren und Fehlen; dasGe«fühl, welches von unsern Irrthümern und Fehlern ge«zeugt wird, dieses Gefühl, welches vielleicht die größteSchönheit in der menschlichen Natur ist, unddieReue,welche ganz natürlich aus demselben entspringt, undeine demüthige Bitte muß uns also auch ganz gewißeher die Vergebung unserer Schwachheiten bey demgütigsten und liebreichsten Wesen auswirken können,als die willkürlichen Gaukeleyen müßiger Mönche, die,wie wir gesehen haben, der Vernunft und h. Schriftwiedersprechen.

Ich gebe hier zu, die Mönche erfüllen die Regelnihres Institutes auf das strengste. Wie wäre es aber,wenn ich bewiese, daß bey ihnen Armuth, Keuschheit,Wachen, Fasten, Bethen und Kasteyungen ihrer Lei«ber, zu lauter Worten ohne Bedeutung gewordensind? , wenn ich erwiese, daß die meisten Mönche heut«iges Tages ein aus ununterbrochenen sinnlichen Ver«gnügungen zusammen gesetztes Leben führen? Einsolcher Beweis würde mir sehr leicht seyn. Ich dürftenur auf ihre kostbare Tempel, auf ihre prächtige undreiche Gebäude zeigen; ich dürfte nur in die goldreiche«

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