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aufvorgesungen hat. Schicken sich also wohl so gebil,bete Menschen zum Beichtstuhl, zur Kanzel?
Der Nuhrn, den die Mönche durch ihr Messer le-sen einem katholischen State zu bringen vorgeben, istallerdings sehr entbehrlich. Ich will hier dem großenWerthe des Meß - Opfers nichts benehmen. Abereben diese Größe wiederspricht der unendlichen Wieder-Höhlung derselben an Einem Tage und vor demselbenVolke. Ehe Mönche zum Priesterthum gelangten,und ehe die Messen bezahlt wurden, und in denen Oer-Lern, wo sich bis jeht noch keine Mönche eingenistet ha-. ben, waren und sind eine oder zwey Messen der Pfar-rer und Capellane hinreichend. Seitdem aber jedergeschorne Kopf, der lateinisch lesen kann, Priesterwird, und Messen bezahlt werden, hat man täglich ih-rer so viele in der Stadt, als Mönche sind, ausser de-nen, welche von Welt-Priestern gelesen werden. Inmanchen Städten beläust sich ihre Anzahl aufviele hun-dert. In einer gewissen Stadt werden an Begräbniß-Tagen reicher Personen an 400 Messen in Einer Kir-che an 24 Altären gelesen. In Berlin, wo sich an8002 Katholiken befinden, werden des Sonntags dreyMessen gelesen; und niemand klagt über die Wenig-keit. In einer andern großen, aber wenig bevölkertenStadt Deutschlandes, zählt man 6020 und etlicheHundert Katholiken, und es werden bey hundert Mesr\ feit von Mönchen, und eben so viele von Weltpriestern,gelesen. Welche Proportion! Diese gränzenloseMenge von Messen ist schon an sich selbst hinreichend,«in Geheimniß geringschätzig zu machen, welches jedemKatholiken so verehrungswürdig ist. Wüßten die gu-ten Laien, welche oft den halben Gulden, oder dasKopfstück, das sie für eine Messe bezahlen, und ihrenund ihrer armen Kinder dringenden Bedürfnissen ent-ziehen, oder welche bey dem Tode eines aus ihrer Fa-mme^ aus einer übel verstandenen Ehre, die darin ge-
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