Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
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Kloster.

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fehl wird, wenn viele Messen gelesen werden, manche20 Thaler hintragen; wüßten diese gute Laien, mitwas für einer schlechten Andacht dieselben gelesen, undwie viele davon von den Mönchen' theils durch Unter»schlagung derselben, theils durch eine von Rom erhal-tene Reduction ungelesen bleiben; oder wäre ihnen be-kannt, wie ihre Messen, die sie zu Wien und anderswomit einem halben Gulden bezahlt haben, des Gewin-nes halber nach Italien um 3 Groschen verhandelt,und vielleicht gar nicht gelesen werden; wüßten sie,was sonst noch für Unfug damit getrieben wird, sowürden sie ihnen schwerlich auch nur Eine zuwenden.

Ich habe noch einen Punct zu berühren, nähmlichdas Chorgehen, Singen und Bethen, woraus sich dieMönche so vieles Verdienst machen, und wodurch sieihre Unentbehrlichkeit zu erhärten suchen. Es istPflichtfür den Christen, seinem Schöpfer, dem Urheber allesGuten, für alle ihm erwiesene Wohlthaten zu danken.Es ist Psiicht für ihn, in wichtigen Geschäften denHöchsten um Beystand anzuflehen, mit ihm alles anzu-fangen, und mit ihm alles zu endigen. Dieses isteigentlich das Gebeth, welches nrchts anders seyn kann,als eine Erregung frommer und andächtiger Empfind-ungen im Herzen. Ich will auch zugeben, daß es löb-lich sey, diese Empfindungen durch Worte auszudrücken,ob es mir gleich bekannt ist, daß Gott die Herzen derMenschen durchforsche, und er also die Sprache dessel-ben kenne, ohne daß sie ihm erst durch Worte demlichgemacht zu werden bedürfe. Allein, das kann ich nichtzugeben, daß man behauptet, Gott finde ein Gefallendaran, wen« ein Mensch sich der Worte eines'andernfrommen Mannes bedient, die oft gar nicht auf feinenZustand passen. Ich kann ferner nicht zugeben, daß esGott gefallen könne, wenn einMensch nützliche bürger-liche Geschäfte vernachlässigt, und den ganzen Tag mirAbsingen der Psalme des königlichen Propheten Da-