Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
Seite
734
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734 Kloster.

vid's zubringt Die Mönche sind solche Menschen,' welche mehrere Stunden lang in der Kirche bleiben, undM Erfüllung ^ärgerlicher Pflichten vernachlässigen.Sie singen die Psalmen Bavius, und sagen da oft" Gedanken, welche sich gar nicht mir ihrem Zustandereimen. Welche Empfindungen müssen wohl nicht indem Herzen jener Mönche, welche mit einiger Aufmerkesamten die Worte des PsalmisteN beherzigen, rege wer-den, wenn dieser um die Erhaltung und Vermehrungselflee Familie Gott bittet! Ueberhaupt, da die Judendie Belohnungen der Nechtfchassenheit bloß in flnnlicheGüter setzten, mnd da diese Lehre der Juden fast in allenGesängen Düvtd's ausgedrückt ist, die Mönche abervermöge ihrer Gesetze keine sinnliche Güter wünschendürfens so find jene Gesänge gar nicht auf ihren Zustand

- Lassend; und so gar, wenn man genau rrwegt, wasGebeth, ist, ihnen nicht erlaubt. Eben dasselbe giltauch von den Gebethen der katholischen Kirche, die ebemfalls nicht allejelt ihrem Stande angemessen find. Dastesen des Lebens der Heiligen, wo oft die unverschämtrestenLügen vorkommen, in dem Nacht-Gebethe, ist,wo nicht schädlich, doch wenigstens ganz ohne allen Nu-tzen und völlig überflüssig. Diese Legende der Heiligenist keinesweges von der Kirche, sondern nur von einzes

- len Päpsten privilegirt.

Wenn ich nun vollends erwege, daß durch das langeanhaltende Singen die Aufmerksamkeit der Bethendenganz nothwendig geschwächer werden müsse; daß dieseGöbeche eigentlich nur hergeplappekt werden, welchesPapst Innocentius II. so gut einsähe, daß er ein ©e#bech, nach allen übrigen Gebethen abzubethen befahl,um dadurch die Nachlassung der tm Gebethe vorgesalle-* neu Fehler von Gott zu erbitten r so sehe ich nicht üb,welchen Nutzen die katholischen Christen sich von demGebethe der Mönche versprechen können.

Da