Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
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735
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Kloster. 735

Da also die Mönche weder durch ihre Gelübde,noch durch ihre Büß-Werke, das Messe-Lesen, Beich-te hören, Predigen und Bethen, dem Star? einen we-sentlichen Dienst leisten: so weiß ich nicht, wozu sie.beyihrer gegenwärtigen Verfassung nutzbar seyn könnten.Schon allein dieses macht sie unfähig, in einem wohl-geordneten State geduldet zu werden. Es ist aberauch zu erweisen, daß sie, neben ihrer Unnußbarkeit,auch der bürgerlichen Gesellschaft zum größten Nachtheilgereichen. Es ist an sich selbst schon Schade genug,daß durch das Kloster-Leben viele gute Köpfe den Kün-sten und Wissenschaften, viele starke und schön gebildeteMenschen dem Ackerbaue und der Bevölkerung, ^undherzhafte Männer der Vertheidigung des Vaterlandesund der Rechte des Stares entzogen werden. Aberdieser wichtige Verlust ist mit dem, daß eine so unnützeClasse von Menschen, welche die Armuth geschworenhaben, unermeßliche Reichthümerbesitzen, nicht zu ver-gleichen. Wenn es wahr ist, was man in Zeitungengelesen hat, daß die liegenden Gründe der Mönche inBüheim ioo Millionen Kaiser-Gulden an Werche-be/kragen, so würden sie, wenn man diesen Fond in vielekleine Bauer-Güter vertheilte, deren jedes zoc>c>Gul-den betrüge, über zoooo Familien, oder r 50000 See-len ernähren. Also muß Böheim um einiger tausendmüßiger unnützer Mönche willen, 150200 Einwohnerentbehren. Die bessere Benutzung und Verbesserungder Ländereyen, welche Statt ssnden würde, wenn siein den Händen einzeler Familien wären, will ich nichteinmahl mit in Anschlag bringen. Auch übergehe ichhier einen andern für den Stak sehr wichtigen Verlustedaß nähmlich das Geld, welches die reichen Möncheaus ihren Produkten lösen,größten Theils in ihrenSchah-Kammern begraben, und dem im Stare so nothwend-igen Umlaufe entrissen wird. DwseSummekann izichtgeringe ftyn, da viele Mönche von demjenigen, wo durch