Band 
Vierzigster Theil, von Kleid bis Klo.
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Kloster.

das Messe-lesen, und in einigen Orden durch das Ter-miniren oder Betteln einkommt, fast allem leben kön-nen. Doch muß hiervon ein beträchtlicher Theil ab-gezogen werden, welcher j Ehrlich unter verschiedenenTiteln und Ursachen nach Rom geschickt wird, undnicht weniger, als was in unterirdischen Grüften ver-borgen liegt, für den Skat verloren geht. Die oberstenHäupter der Mönche mit ihren Lecretären und Assi-stenten, die Präsides der Congregatione», welche zuRom residiren, und manchein Kardinale an Einkünftennichts nachgeben, müssen von den Provinzen unterhal-ten werden. reichlicher jte nebst den ordentlichen

Abgaben von den Provinzialen der Orden und den Obernder Klöster beschenket werden, desto größer und dauer-hafter ist ihre Gewalt. Die Untergebenen folgen demBeyspiele ihrer Obern in den Provinzen. Um sich vorden Plackereyen dieser kleinen Tyrannen zu schützen, er-kauferi sie sich den Schuh eines oder des andern Obernzu Rom; und wenn sie ordentlicher Weise ihren Tributabtragen, so stellen sie sich mchr nur vor Verfolgungenin Sicherheit, sondern erlangen auch gewisser Maßeneine vollkommene Unabhängigkeit. Der ordentlicheWeg hierzu zu gelangen, ist, daß der Mönch sich dieTitel und Würden z.B. eines Vicanu- generalis, Ma-gister OHinis, Magister Prouinche, Assistenten rc. zuRom erkaufe. Viele gelangen zwar mit Recht zu die-sen Würden, sind aber dem ungeachtet gewissen Taxenunterworfen. Oft geschieht es auch, daß bey dem vor-nehmsten Kloster des Ordens zu Rom ermann ein Ge-bäude, eine Kirche oder Capelle, zu errichten ist; dannmüssen durch alle Provinzen Collecten und Brand-Briefe ausgeschrieben werden.

Diese Uebel aber find es nicht allein, wodurch daSMönchswesen das Wohl der Staren untergräbt. Dieärgsten sind: daß dasselbe die Religion verfälscht, dieSitten des Volkes vergiftet, und sich dem Zortgange