Kloster. 73 g
zeitig genug ihre Zuflucht nehmen. Sir lehren einenGott, der des Menschen Seligkeit an theoretischeSpitzfindigkeiten und kindische Gaukeleyen knüpft; derdie Finsterniß liebt, und verlangt, daß die Menschendie Augen ihres Verstandes vor den hellesten Wahrhei-ten fest zuschließen sollen. Ihr Götze hat eine Freudean jugendlichen Gelübden, an Wallfahrten, an geweih.ten Rosenkränzen, Jgnakius - Blechen, Amuleten,Geipelstreichen, Scapulieren, und an Gebeth.-For-mein, die der Bethende oft gar nicht versteht» Soist der Gott beschaffen, den die Mönche predigen; einMückenGott, den blinde Heiden anbethen mögen;nicht unser Gott, dessen ganzes Wesen Weisheit-Güte und Wahrheit ist, der Himmel und Erde, undwas darin ist, zur Bekanutniachung und Nachahmungseiner anbethungswürdigen Eigenschaften erschuf, deedem Menschen die Vernunft gab, das Gute von demBösen zu unterscheiden, und der ihm solche Kräfte verrliehe, durch die er seine und seiner Mitmenschen Glückeseligkeit befördern könnte. Der Glaube an einen sol-chen Gott, das Zutrauen, und die Unterwürfigkeit ge-gen ihn, muß die Glückseligkeit der einzelen und dasWohl des Ganzen befestigen, so wie der Glaube anden Gott der Mönche nichts als Aberglauben und Vor-urtheile erzeugen kann, und folglich das Wohl der einezeleu und des Skates untergräbt.
Von dem Einfluss« des AiuchLwrstns auf Staat und Religion-(Von p. A. Iviukopp.) 1782, 8 . 4 B>
Da der Eintritt in ein Kloster und in einenMönchs-Orden, einen Menschen der Welt und derbürgerlichen Gesellschaft gänzlich entzieht, und einwahrer bürgerlicher Tod ist: so mußten dir Gesetze desStates und der Kirche verwehren, daß niemand zumNachtheil und Abbruch vorheriger bürgerlicherVerpflichtungen, und um sich bürgerlichen Dblie-Aaa 2 gen»