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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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Australien .

Zur Bedeckung des Kopfes wickeln sich manche ein fri-sches Pisangblatt schräg um den Scheitel, oder sie trageneine ordentliche Mütze von geflochtener Matte; doch istkeins von beiden allgemein.

Den Bart lassen die Mehrest?» in feinrr natürlichenGestalt lang wachsen, andere flechten ihn in einen Zopf.

Der Nasenknorpel ist fast bei Allen durchbohrt, unddurch die Oeffnung ein dünner Rohrstab, oder ein Steinvon ähnlicher Figur, hindurch gesteckt.

Statt der Ohrgehänge tragen sie eine Menge Ringevon Schildkrötcnschalcn oder von weißen Muscheln, ent-weder einen in den andern gehängt. In beiden Fällenmacht dieser Zierath das Loch im Ohrläppchen ungcmeinweit, indem jeder einzelne Ring nicht weniger als einenhalben Zoll breit und dreiviertel Zoll dick ist.

Um den Hals binden sie zuweilen eine Schnur, vonwelcher eine Muschel, oder ein kleines langes, rundesStückchen von grünen, dein Neuseeländischen gleichkom-menden Talkstein, vorn auf der Brust herabhangt.

Am Obertheil deS linken Arms, zwischen der Schul,ter und dem Ellbogen, tragen sie meistciitheils ein Arm.band, welches aus einem Stück Cocosschale besteht, undentweder künstlich geschnitzt, oder auch nur ganz glatt,aber allemal schön polirt ist. Um diesem noch mehr An-sehen zu geben, pflegen sie wohl etwas Grünes dazwi-schen zu stecken.

Einige gehen mit einer Binde von grobem Zeugeumgürtet, das aus der innern Rinde eines Baums ver-fertigt, und gemeiniglich dunkclzimmetbrau» ist. Anderebegnügen sich mit einer dünnen Schnur um den Leib;beideS geschieht, um die männlichen Gebunsglicdcr, diehier mit den Blättern einer, dem Ingwer ähnlichen.