33i
Archipel der heiligen Geist-Lander.
contrastirte auf eine angenehme Weise mit der schwarzenFarbe des Haars. In den Ohren hatten sie Ringe vonSchildkrötenfchalc. Die Zahl solcher Zicrathen nahm ineben dem Verhältniß zu, als die Reize der Frauensper-sonen abnahmen^ Die ältesten und häßlichsten warendaher mit einem Halsgeschmeide und mit einer MengeOhrringe, Nasengehängr und Armbänder versehen.
Die Männer bezeigten, wie es schien, nicht die min-deste Achtung gegen die Weiber, indeß diese auf den klein-sten Wink gehorchten, und oft den niedrigen Dienst vonLastlhieren versehen mußten. Dergleichen schwere Arbeitmag vielmals ihre Kräfte übersteigen, und kann auf solcheArt wohl mit Schuld daran seyn, daß sie von so kleinli-cher und schwächlicher Statur sind.
Die Weiber zeigten sich ungemein schüchtern undkeineswegs freigebig mit ihren Gunstbezeugungen, wieman dies häufig auf andern Inseln des großen Oceanswahrgenommen hat. Ja, die Männer, welche einmalsehr mit den Europäern zufrieden waren, weil diese ih-nen etwas vorgesungen hatten, zeigten auf einige Mäd-chen mit den Fingern, um sie den Fremdlingen aus über-triebener, aber bei wilden Völker» nicht ungewöhnlicher,Gastfreiheit zu überlassen. Die Mädchen merkten nichtso bald, wovon die Rede war, als sie eiligst davon lie-fen, und nicht allein sehr erschrocken, sondern über de»Vorschlag der Männer auch unwillig zu seyn schienen.Diese aber, besonders die jungen Leute, verlangten,daß die Engländer den Spröden nachsetzen sollten. Dochmochten sie vielleicht mit einem so gut als mit dem an-dern, den Mädchen nur einen Schreck einjagen "wollen;wenigstens halten sie nichts dawider, daß ihr Antragfür diesmal unbenutzt gelassen wurde.
Auf ihre Wohnungen verwenden diese Insulaner we-nig Fleiß. Ihre Hütten sind eigentlich nur große Dächer,