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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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Australien .

die auf d?r Erde ruhen, und oberhalb schräg zusammenstoßen. An beiden Enden sind sie offen, außer daß einkleines Geländer von Rohr und Stecken geflochten, davorgesetzt wird. An den größten Hurten beträgt die Höhedes Dachs neun bis zehn Fuß, und die Breite zwischenbeiden Dachwänden, unten am Boden, ungefähr ebensoviel. Die Länge hingegen ist beträchtlicher, indem siesich zuweilen wohl auf 35 bis 40 Fuß erstreckt.

Nichts kann einfacher seyn, als der Bau dieser Woh-nungen. Zwei Reihen Pfähle werden schräg in die Erdegesteckt, so daß sie mit den obern Enden zusammenstoßen.In dieser Richtung werden von den gegen über stehende»je zwei und zwei an einander fest gebunden, und dasganze Sparrwerk mit Malten belegt, bis das Dach dichtgenug ist, um weder Wind noch Regen durchzulaffen.

Diese Wohnungen sind eigentlich nur Schoppen,in keinem Betracht auf Bequemlichkeit eingerichtet, bloßrin nothwendiges Obdach zum Schutz gegen das Wetter.Solcher Hütten werden mehrere an einem Platze errich-tet, wo sie dann kleine Dörfer oder Weiler bilden.

Im Innern der Hütte» findet man nicht das gering-ste Geschirr oder Hausgerath; bloß einige, aus Palmen»blättern geflochtene. Malten hin und wieder ausgebrei-tet, und den Rest des Fußbodens mit krocknem Grase be-streut. Die Seilenwände sind von den Feuern, die anjeder beliebigen Stelle der Hütte angemacht werden,durchaus mit Ruß bedeckt.

Auf dem freien Platze vor diesen Mcnschenställen ste»hen drei Coevsstämme in die Erde gerammet, welche durchLatten mit einander verbunden sind. An eigenen Ouer-hölzern werden dann alte Cocosnüsse in Menge aufgehan-gen. Es scheint dieses Aussetzen der Nüsse in freier Luft,eine Art von Zubereitung zu ftpn, vielleicht um das Del