Die Norfolk. Insel. 353
eine Aloe unter den hiesigen Pflanzen vor; ferner 3 uUkerrvhr.
Ein wichtiges Product ist die Neuseeländische Flachs-pflanze, welche hier wild und in großer Menge, vorzüg-lich an den Küsten und in den Thälern in der Nachbar-schaft der See wachst.
Fast alle Europäischen Getraidearten, welche hier an-gebaut wurden, kamen vortrefflich fort; nur waren ih-nen eine Art Erdwurm und dann die Ratten sehr nach-theilig, indem diese Thiere, besonders in der Zeit derEntstehung der Colonie, oft ganze Ernten zerstörten.
Mit Glück hat die Colonie Kartoffeln, Kürbisse,Melonen, Citronen, Pomeranzen und selbst Wein ange-baut ; und man hoffte Baumwolle, Indigo und Pisangziehen zu können.
Unter den Thieren, die man mitbrachte, wurdenAnfangs mehrere von unbekannten Pflanzen vergiftet.Doch hat man seitdem mit größerer Vorsicht Schweine,Ziegen und Schaafe aufgezogen. Auch das Haushuhnist jetzt hierher verpflanzt worden.
Die Küsten der Insel sind reich an trefflichen Fi-schen, worunter sich besonders der Schnappfisch befindet,deren einer vier bis acht Pfund wiegt. Zuweilen fängtman Fische vom Ufer aus, dies trifft sich aber höchst sel-ten, so daß man sich nur mit Fischen versehen kann,wenn das Wetter und die Brandung den Böten erlaubt,in die See zu stechen.
Der Frühling zeigt sich sehr sichtbar im August, dochwechseln in vielen Gegenden der Insel das ganze Jahrhindurch die Bäume beständig mit Blüten und Früchtenab. Der Sommer ist heiß. Vom aasten September1789 bis zum Listen Februar 1790 fiel kein TropfenRegen, außer an zwei Dccembertagen. Doch litten die
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