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Australien.
Colonisten im folgenden Jahre an keiner Dürre. AllesGetraide und alle Europäische Pflanzen tragen im De-ccmber Saameir.
Vom Februar bis zum August kann man die Regen-zeit annehmen, obgleich diese Jahreszeit dem Namen nichtentspricht, weis es zuweilen vierzehn Tage hinter einan-der sehr heiler ist; kommen aber die Regen, so zeigen siesich wie Wvlkenbrüche. Der Donner laßt sich nur sel-ten hören; auch eigentliche Orkane scheinen nicht häufig,obgleich die Colonie gleich in der ersten Zeit einen derfürchterlichsten Stürme erlebte, den man sich denkenkonnte.
Der Winter, den man vom April bis zum Juliusrechnen kann, ist überaus angenehm. Es friert nie, dochist die Luft rauh und kalt, wenn der Südwind bläs't,der in diesen Monaten sehr häufig und heftig weht.Merkwürdig ist cS, daß au einigen Tagen des Decembersund Januars, das Wetter viel kalter als im Winterwar. Der Südost. und Ostwind brennt sehr und trock«uet stark aus, denn so lange der regirt, fällt kein Than.
Die Küsten der Insel sind im Ganzen sehr steil,und an den einzigen Baien, Sydney-Ansvn« undCascade» Bai ausgenommen, unzugänglich, weil ihreschroffen Klippen sich senkrecht aus dem Meere erheben.Dicht am Ufer liegt eine Menge großer Felsen hingestreut,gegen welche die Brandung sich immer gewaltsam bricht.
An der, auf der Südseite der Insel gelegenenSydney-Bai, ward die Nicderlassuug angelegt.Port-Hunler und Port-North, welche siebenViertel Englische Meilen nordöstlich und südwestlich voneinander liegen, bilden diese Ducht. Ein Thon- undKorallcnriff kauft »etwa drei Viertelnieileii weit in glei-cher Richtung, und etwa 450 füßiger Entfernung vomUfer, vom Port-Hunter aus, und endigt sich geradevor der Niederlassung in einer Spitze, jenseits welcher
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