3 (>3 Australien.
Breiten. Die südlichen Gegenden Neu-Seelands find auchdie unfreundlichsten. Der Unterschied des Klimas mußunter den verschiedenen Breitengraden auffallend seyn.Daher zeigt sich die südliche Insel als ein ödes kaltesLand; wahrend die Nordinftl vielleicht mit der Zeit einangenehmer Aufenthalt werden könnte, indem hier mil-dere Lüfte wehen. Im C h a r l o l t e n f» n d e, ungefährin der Mitte von Neuseeland, war in der Jahreszeit, dieunserm August entspricht, die Witterung nicht auffallendheiß; das Thermometer stieg selten über 66 Grad Fah.renhcit. Eben so gemäßigt scheint der Winter zu seyn,denn im Junius, welcher mit unserm December überein-stimmt, war das Thermometer nie unter 48 Grad Fah-renheik, und die Bäume standen noch in vollem Laube,welches iie überhaupt nicht eher verloren, als bis diejungen Blätter im folgenden Frühlinge die alten ersetzten.
Stürme, Wasserhosen und Gewitter sind hier so häu-stg, als gewaltsam; die Winde wechseln oft in der Rich-tung, welches durch die hohen, mit Schnee oder ewigenNcbelwolkcn bedeckten, Gebirge bewirkt zu seyn scheint.
So wie die Gebirge dem Klima einen gewisse» rauhenCharakter geben, so hindern sie auch die Cultur des Bo-dens, durch deujenes gemildert werden könnte; denn derAckerbau kann in den meisten Gegenden vonNeu-Scelandschwerlich einen hohen Grad von Vollkommenheit errei-chen; indem der Gebrauch bes Pfluges, wenigstens anden, von Europäern besuchten, Stellen, beinahe unmög-lich ist. Die ungeheuere Menge von Schlingstaudcn,Dornen und Strauchwerk, womitdie Wälder durchwach-sen und überzogen sind, machen es ungemein mühsam,ein Stück Land zu reinigen, oder tief in das Innere zudringen.
An Producten des Pflanzenreichs ist Neu-Seeland,in den Augen des Botanikers wenigstens, reich zu nennen.