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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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363
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Neu - Seeland. 363

> Förster fand über 252 neue Pflanze», und nur zehn be-kannte Linneische Gattungen.

Unter den, dem Menschen nützlichen Gewächsen,

verdient der N eu,S e e ud i sch e Flachs (Thor-tnium tenax) die erste S teils. Er giebt einen vor-trefflichen lange», wie Seide glänzenden, überaus festenund feinen Faden. Die NeruSeeläuder verstehen sichaber nicht darauf, ihn gehörig zu bearbeiten. Man fin-det ihn auch, wie bereits erwähnt worden, auf derNor-folk. Insel.

Der hiefige wilde Sellcri (Aphun Spadium) undeine Kressenart (Bvpidrrnn oleraecrun) haben beidevorzüglich antiscorbulische Kräfte, die den Seefahrerngut zu Stalten kamen. Eine Art von Saudisteln (Son-tlras oleraceus) und Tetragonia cornuta offen dieEuropäer als Salat.

Unter den zwanzig verschiedenen Arten von Farrcn-kräutern, dienen einige- mpigHtfj Acrostichxim sus-catum Lin., den Einwohnern zur Nahrung; ferner eineandere Art, welche sie Mamaghu nennen. Aus den har-ten, holzigen Wurzeln derselben wird durchs Braten undZerquetschen zwischen Steinen ein genießbarer Saft ge-zogen. Die Wurzeln vvm Mamaglni schienen selbst denEuropäern schmackhaft. A r u in w n rz e l n (Arum es-cul.) und Bataten (Couvolv. Batatas) werdengleichfalls zur Speise benutzt.

Die Ncu-Seeländische Theemyrthe(Nelalexxca«coparia kovster.) ein 4 » Fuß hoher Baum, wurde vonCook mit Nutzen für das Schiffsvolk gebraucht, indemman einen Aufguß auf die Blätter als einen antiscorbu-tischen Thee benutzte. Zu ähnlichem Endzweck wurde einBier aus der S p r 0 ß t a n n e (Dacrydixxm cupressi-* num Solaiider.) bereitet, und heilsam befunden. Die-ser Baum erreicht eine Höhe von 100 Fuß und hat bis-weilen einen Umfang von io Fuß.