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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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364 Australien.

FruchttragendeDäume giebt es nur wenige. Andersonnennt ein Paar, welche eine, den Pflaumen ähnliche, Fruchttragen, deren Geschmack den Europäern widerlich war, ob-gleich sie von den Einwohnern gegessen wurde.

Eine Art Drachenbaum (Dracaena australis För-ster.) hat, dem äußeren Ansehen »ach, einige Aehnlich-kcit mit der Kohlpalme; derKernschuß desselben schmeckt,solange er jung ist, ungefähr wie ein Mandelkern, jedochetwas kohlartig. Auch die wahre Kohlpalme (Arecaole-racea) wird hier gefunden. Wahrscheinlich ist sie in dennördlichen Gegenden am häufigsten; doch fand sie Försterauch im Charlvttensunde.

Einige eßbare Beeren, z. B. Coriaria ruscifolia,Brombeeren u. s. w. werden noch von den Reisenden ange-führt.

Cook pflanzte mehrere Getraidearten und EuropäischeGartengewächse aufNeu-Seeland ; Alles schien zu gedei-hen; aber die Barbarei der Einwohner, die GierigkeitderVögel und das üppig aufschießende Unkraut zerstörtenbald diese wohlthätigen Anpflanzungen.

Neu-Seeland ist so arm anSäugthieren, alsdas übri-ge Australien, und noch ärmer; denn das Schwein der öst-lichen Inseln fehlt hier. Außer Ratten und Fledermäusen,sah man nur Hunde, und zwar eine langhaarige Art mitzugespitzten Öhren, dem gemeinen Schäferhunde ähnlich,und von verschiedenen Farben. So sah sie Förster. NachMarion sind die hiesigen Hunde eine Art zahmer Füchse,ganz schwarz oder weiß, mit niedrigen Beine», geradenÖhren, dickem Schwänze und langlichtem Leibe. Das weitgespaltene Maul lief nicht so spitzig zu, wie bei den Füch-sen. Sie bellen nicht. Von Saugthieren des Meeres fin-det man Wallfische, Seebären (PIiqcu ursin») und See-löwen (Phou leeuina).