Neu - Seeland.
3 6 5
Reicher ist Ncu.Secland an Vögeln, und vorzüglichzeichnetstch hierin die Dusk y-B a i am südwestlichenEndeder Südinscl aus; denn außer vier verschiedenen, meistsehr schön gezeichneten Arten wilder Enteu, gab es hierauch ächte Seerobcn, Austernfängcr oder See-Elstern,Wasserhühner, Albatrosse, wilde Gänse, Möwen, Pinguinsund andere Wasservögel mehr. BonLandvögeln fand For»sterHabichte Papageien, *) Tauben, nebst vielen kleinenneuen und unbekanntenAneu. Im Charlotten-Sundesah Förster auch eine« Falken.
Unter den hiesigen Vögeln verdienen noch angezeigt zuwerden : zwei Arten von Jmmenvögeln, Merops cincin-natus unbMerops caruaculalus; Baumeulen, Krumin-schnäbel (8co1opax arc^uala), Heerschnepfcn (8eo.1o-pax Gallinago), LoriS, Wachteln, Lerchen, Drosseln,Pelikane u. s. w. — Förster giebt überhaupt 38 neueArten hiesiger Böge! an.
Die Europäer fanden Anfangs die Vögcl so wenigschüchtern, daß sie solche mit Stecken todtschlage» konnten;ja einige setzten sich wohl auf den Lauf der Flinten. Diesscheint zu beweise», daß die Eingebornen sich wenig auf dieJagd derselben verstehen.
Unter den Amphibien ist eine sehr große Eidechse, viel-leicht eine Erocodillen-Art, dort zu vermuthen; wenig-stens machte einNeu-Seclander eine ausführliche Beschrei-bung, ja er entwarfsogar eine Zeichnung derselben. Die-ses Thier soll in Höhlen leben. achtFuß lang seyn und dieDicke eines Mannes haben; es greift Menschen an. Mantödtet es, indem man Feuer vor der Höhle anmacht.
*) Da diePapageicn mchrenkbeils in warmerenLaiidern woh-ne», so wunderte sich Förster »üt Recht, sie hier unter 46®sub(. Br. »nd iu einem so uufreuiidlichei! und nassen Climazu finden, als dieses, der hohen Berge wegen, in Duskv-Bai der Fall ist.