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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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Neu - Seeland.

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Reicher ist Ncu.Secland an Vögeln, und vorzüglichzeichnetstch hierin die Dusk y-B a i am südwestlichenEndeder Südinscl aus; denn außer vier verschiedenen, meistsehr schön gezeichneten Arten wilder Enteu, gab es hierauch ächte Seerobcn, Austernfängcr oder See-Elstern,Wasserhühner, Albatrosse, wilde Gänse, Möwen, Pinguinsund andere Wasservögel mehr. BonLandvögeln fand For»sterHabichte Papageien, *) Tauben, nebst vielen kleinenneuen und unbekanntenAneu. Im Charlotten-Sundesah Förster auch eine« Falken.

Unter den hiesigen Vögeln verdienen noch angezeigt zuwerden : zwei Arten von Jmmenvögeln, Merops cincin-natus unbMerops caruaculalus; Baumeulen, Krumin-schnäbel (8co1opax arc^uala), Heerschnepfcn (8eo.1o-pax Gallinago), LoriS, Wachteln, Lerchen, Drosseln,Pelikane u. s. w. Förster giebt überhaupt 38 neueArten hiesiger Böge! an.

Die Europäer fanden Anfangs die Vögcl so wenigschüchtern, daß sie solche mit Stecken todtschlage» konnten;ja einige setzten sich wohl auf den Lauf der Flinten. Diesscheint zu beweise», daß die Eingebornen sich wenig auf dieJagd derselben verstehen.

Unter den Amphibien ist eine sehr große Eidechse, viel-leicht eine Erocodillen-Art, dort zu vermuthen; wenig-stens machte einNeu-Seclander eine ausführliche Beschrei-bung, ja er entwarfsogar eine Zeichnung derselben. Die-ses Thier soll in Höhlen leben. achtFuß lang seyn und dieDicke eines Mannes haben; es greift Menschen an. Mantödtet es, indem man Feuer vor der Höhle anmacht.

*) Da diePapageicn mchrenkbeils in warmerenLaiidern woh-ne», so wunderte sich Förster »üt Recht, sie hier unter 46®sub(. Br. »nd iu einem so uufreuiidlichei! und nassen Climazu finden, als dieses, der hohen Berge wegen, in Duskv-Bai der Fall ist.