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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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Australien .

Das Meer ist sehr fischreich. Jede Bucht, sagt Cook,schwärmt von gesunden und wohlschmeckenden Fischen allerArt. La Billardierre sah gleichfalls ganze Bänke oder Fla-chen von Fischen, uiimrik des Nordcaps, welche durch dieBewegung eine Strömung des Meeres hervor brachten.Mecräschen, Sechähne, Drachenköpfe, Schollen, See-brachsen, große Makreelen, Clephantenfische, Stockfische,Rochen und viele andere, völlig unbekannte, Fische wurdentheils von den Europäern gefangen, theils von den Eilige«dornen dargeboten und eßbar befunden.

Endlich liefert das Meer auch Seekrebfe, Hummern,Austern, mehrere andere Arten Schaalkhicre, Meerstcrne,Sepien und Mollusken *)

Neu.Seeland wird von einemVolke bewohnt,das zwarin verschiedene Familien sich getheilt hat welche sich durchmehr oder minder abweichende Eigenheiten unterscheiden,-och aber, so viel bekannt geworden, zu Ei n e m Stammezu gehören scheinen. Zwar sind vorzüglich nur die Bewoh-ner u»d Nachbare» des Charlotten-Snndcs den Europäernbekanntgeworden, daher es möglich ist, daß in andern Be-zirke» die beiden Hauptstämme Australiens neben einander,oder in moniiichfaltiger Vermischung angetroffen werden;indrffcn deutet die Sprache darauf hin, daß die Ncu-See-länder zur Malajischen Rasse gehören.

In der Beschreibung seiner ersten Reise sagt Cook voaden Neu-Seclaiidern, sie wären von Gestalt so groß, alsirgend einEuropäer nur seyn könne, fleischicht und von star-ken Gliedmaßen; doch nicht so feist, als die trägen Tahitier.Während der letzten Reise Coo's aber, bemerkte Andersen,daß sie ini Ganzen genommen, besonders was die Schenkelund Beine betrifft, ziemlich schlecht gewachsen wären. För-ster sah einzelne wohlgebaute Menschen, dagegen mehrere,welche dünne krumme Beine mit dicken Knieen hakte», be-sonders war dies bei den Weibern auffallend.

*) M«n s. von Zimtnermaii», a, O, S. 7^7. f»