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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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368
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Australien ,

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Seite befand, hielten sie alle Bemühungen, ihnen freund»schaftliche Gesinnungen einzuflößen, für bloße Beweise derFurchtsamkeit; sobald sie aber die Wirkungen des Schieß»gewehrcs kannten, und zugleich überzeugt wurden, daß dieEuropäer sich derselben nur zur Nothwehr, und mit Mä-ßigung bedienten: so bezeigten sie sich augenblicklich lieb.reich, freundlich und zutraulich. Es verdient angemerktzu werden, daß die Engländer, sobald ein ordentlicher,freundschaftlicherUmgang errichtet war, selten Ursache hat,ten, sich über Diebstähle oder Betrügereien zu beschweren.So lange sie ihnen über noch feindselige Gesinnungen zu»trauten, und sie für Leute hielten, die auf ihre Koste» sichzu bereichern dächten, trugen sie im geringsten kein Beden-ken, die Fremden auf jede ihnen mögliche Weise ju hin-tergehen und zu übervortheilen.

In Absicht derSchamhafligkcit, gingen sie in ihrenSit-ten weit von den andern Insulanern in der Südsce ab: dennsie beobachlelen, sowohl in ihren Gesprächen, als auch inihrem ganzen Betragen, sogar iu Absicht aus solche Hand-lungen, in welchen ihrer Meinung nach, nichts böses 'war,Zurückhaltende Bescheidenheit und Wohlstand. Zwar ließdas Frauenzimmer sich eben nicht unerbittlich finden: abersie verwilligten ihre Gunstbezeugungen nicht anders, alsunter ordentlichen Bedingungen, und unter Beobachtungeiner gewissen Anständigkeit. Wenn ein Europäer einervon ihnen eine Erklärung machte: so wies sie ihn an ihreAnverwandte, deren Einwilligung er durch Geschenkes»gewinnen suchen mußte. Hatteer diese erlangt, so mußteer seiner auf eine Nacht genommenen Frau eben so anstan«dig begegnen, als man bei uns mit einer Ehefrau um-gebt. Nahm er sich Freiheiten heraus, welche diesen vor.geschriebenen Wohlstand beleidigten: so konnte er versichertseyn, daß aus dem Handel nichts wurde.

Einer von Cook's Reisegesellschaft, welcher sich einst.