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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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Neu r Seeland.

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mals an eine Familie von Stande, in einer solchen Absichtwandte, erhielt die Antwort!Ein jedes dieser Mädchenwird es sich zwar zur Ehre rechnen, daß ihr um sie an-haltet; ihr mußt ihr aber vorher ein schickliches Geschenkmachen, und sodann die Nacht abwarten: denn das Tages-licht darf kein Zeuge von demjenigen seyn, was zwischeneuch beiden vorgehen soll."

Diese keusche Gesinnung, die Cook bei seiner erstenAnwesenheit in Ncu-Sccland vorfand, scheint in der Folgedurch den Umgang mit den culkivirtc» Europäern undden Reiz des Eisens etwas gelitten zu haben. Denn For.ster erzählt, daß die Männer für einen großen Nagel ihreTöchter an Europäer verkauften. Ein geringer Preisin der That! doch nicht in den Augen eines Neu-Seelän-ders, für den ein Nagel einen so großen Werth hat, alsbei uns eine andere Kostbarkeit. Ueberdem, wenn solcheDinge einmal elnen Preis haben, so macht die Höhe oderNiedrigkeit desselben so wenig einen moralischcnUnterschied,als unter Dieben, wovon der eine wenig, der andere vielstiehlt, obgleich man in Europa den letzteren selten zu stra-fen pflegt. Ein Nagel oder ein ostindischcr Schawlfür eine Gnnstbczeugung ist im Grunde einerlei!Die Reu-Seelanderinnen wollen wir deswegen nicht an-klagen; brsonders da Förster versichert, daß einige dersel.bei, sich nicht anders, als mit dem äußersten Widerwillenzu dem Handel gebrauchen ließen.

Die Männer boten übrigens nur ihre Schwesternund Töchter auf diese Art aus, den verheirathetcn Wei-bern gestatten sie nie, sich mit den Europäern abzu.geben.

Gewiß wird man die Neu-Sceländer deswegen nichtachten, daß sie sich zum Mädchenhandel verstanden. Aber

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