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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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370
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Australien

was soll man von den Europäern Lenken, die zu gesittetenVölkern gehören wollten, und gleichwohl, um ihre viehischeLust zu stillen, Mädchen, welche nach Fett und Schmutz,schon von weitem stanken*) und mit Ungeziefer überdecktwa: en, s lbst gegen den Willen dieser widerlichen Geschöpfe, solche sich zuprügeln ließen? Und dieser Brutalitätwachten sich, wie Förster ausdrücklich bezeugt, nicht bl^ßdie Matrosen, sondern selbst die Officiere schuldig.

Wirweudcn uns vo» dieser widerlichen Gemeinschaftder Wilden mit den civilisirken Europäern, und wollendie Eigenheiten der ersteren näher kennen lerneu.

DieMänner tragen kurze Bärte, binden das Haarauf dem Wirbel des Kopfes zusammen, und stecken nebsteinem knöchernen oder bdlzerncu Kamm, allerhand Federnals Zierath hinein. Die Weiber haben das Haupthaarzuweilen verschnitten; bisweilen lassen sie es lang über dieSchultern bangen. Beide Geschlechter sind rakowirt undbezeichnen den Leib mit schwarzen Flecken, welche von ihncuSi moco genannt werden; sie gehen bei derEingrabungdieser Zeichen, wie die Einwohner auf Olahiti, zu Werke.Die Weiber pflege» sich nur die Lippen zu fäkben, undhie und da an ihrem Körper ein schwarzeSFleckchcn anzu-bringen. DieMänner hingegen scheinen diesen Schmuckmit zunehmenden Jahren zu vergrößern, dergestallt, daßeinige, welche das Ansehen hakten, schon ziemlich alt zuseyn, vom Kopfe bis zu den Füßen, beinahe ganz damitbedeckt waren. Außer demAmoco, lassen sie sich nochgewisse gelneiniglich schneckenförmige Furchen oder Linie»eiiigraben; auch diese werde» schwarz gefärbt, wodurch das

*) Dir Nen-Seeländer haben den Gebrauch, sich das Haarmit geschmolzenem Fischfett zu salben, wodurch sie einenhöchst ekelhaften Geruch um sich her verbreiten.