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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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Australien .

ist das'allgemeine Waffenmagazin; in den andern werdendie Lebensrnittel und im dritte» die Netze, daS übrigeGerächt zum Fischfang und allerlei Werkzeuge aufbewahrt.

Eine Art von Statue, vielleicht ein Schutzgott, zieretdie Mitte des Platzes; es ist eine widerliche Figur miteinem ungestalteten Kopf, Augen aus Perlmutter , undungeheuer großem Maule, aus dem eine unmäßig langeZunge heraushängt. Die übrigen Theile sind noch unge-schickter; ausgenommen dieZcugungSgli'cder von beidenGeschlechtern, die ziemlich deutlich ausgedrückt sind; dieganze Figurmacht einen Theil eines Pfahles aus, der liefin die Erde geht.

Diese Dörfer, die sämmtlich nach einem Plane ange-legtsind, und sich einander durchaus ähnlich sehen, sprechengewissermaßen für einen nicht ganz rohen, gesellschaftlichenZustand, wenn sie gleich Beweise der kriegerischen Gesin-nung des Volkes sind.

Indessen scheinen in mehreren Gegenden die Neu»Seeländer nur ein Nomadenleben zu führen. Auch sahman in einigen Buchten einzelneFamilien, völlig abgeson,dert oon allen andern, in durchaus elenden Hütten wohnen.

In den Gegenden, wo dic Neu-Seeländer in größe-ren Stämmen beisammen wohne», zeigen sie bei Verfer-tigung der Kahne viel Geschicklichkeit. Ihre Piroguen sindlang und schmal. Die größten darunter, welche von 4 °bis 100 bewaffnete Männer führen können, schienen bloßzum Kriege bestimmt z» seyn. Eine derselben hakte 68 Fußin der Länge, L Fuß in der Breite, und war 3s Fuß lief.Die Brcter waren sehr gut in einander gcfüget, und durchQuerhölzer befestiget. Diese Kähne, besonders die größer»,sind mit allerlei Schnitzwcrk und durchbrochener Arbeitverzieret und überdcm mit herabflatternden Franzen vonschwarzen Federn ausgeschmückt, dieihnencin artiges An-sehen geben.