Äustralien.
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ten, und dem Kopfbrecher oder Patoo-Patoo, welcheinsgesammt gut zumMorden eingerichtet sind. Den Speer,der an, L Fuß lang, nnd an beiden, gemeiniglich knöchernenEnden zugespitzt ist, fassen sie in der Mitte an. wodurchdie beiden Enden in ein Gleichgewicht, und der Streiterin den Stand gesetzt wird, den Wurf um desto treffenderzu machen. Sie fechten alle Mal, es sey zu Lande oderzu Wasser, Mann gegen Mann, wobei gewöhnlich einerauf dem Platze bleibt.
Unter allen ihren Waffen fetzen sie das größte Der.tränenaufdasPatoo-Patoo. Es halverschiedeneFor-men, ist selten über 14 Zoll lang und ungefähr halb so breit,bald gerade und schmal zulaufend, bald oval, bald etwasgebogen, aber stets am dünnsten Ende oder Handgriff miteiner Oeffnung versehen, wodurch ein starker Riemen gezo-gen wird, um es an dos Handgelenk zu befestigen. DieDornehmern unter ihnen tragen es als einen kriegerischenSchmuck in einem Gürtel, wie man in Asien den Dolch,und in Europa den Degen zu tragen pflegt.
Die Anführer unterscheiden sich durch einen Cvmman«dostab, weicher gemeiniglich aus einer weißen, bunt gekerb-ten und mit Hundshaaren und Federn ausgeziertenWall-flschribbe besteht. Größtcnlhcils waren es nur alte Män-ner, welche diese Unterscheidungszeichen führten. Venhei-digungswaffen, z. V. Schilde, fand man hier so wenig,als Bogen und Pfeile«
Bei den verschiedenen Angriffen, welche sie aufdie Eu-ropäer thaten, pflegten in jedem Kahne einer oder einigedergleichen Anführer zu sitzen, die, wenn sie ungefähr nochcincKabeltaulange von dem Schiffe entfernt waren, vonihren Plätzen aufstanden, eine besondere Kleidung vonHuiidsfellcn anzogen, den Commandostab in die Höhe ho-bln, und den Untergeordneten Verhaltungsbescyle ertheil-