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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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Neu - Seeland .

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ten. Alsdann erfolgte eine förmlicheAusforderung, welchedurchgängig in folgenden Worten abgefaßt war: llaro-mai, harotuai., hare uta a Patoo oge! ,,Kommt her.bei, kommt an's Zand, wir wollen euch Alle mit unser»Patoo-Patoo umbringen!^ Zuletzt stimmten fie denSchlachtgesang und den Kriegstanz an, nach dessenEndi-gung das Treffen selbst anfieng.

Der ganze Geist des Volkes scheint, die Sorge fürihren Unterhalt abgerechnet, nur ausKrieg, auf das wilde-ste Spielder Menschen, gerichtet zu seyn. Förster traf ineiner Bai eine abgesonderte, einzelne kleine Familie, diedortNahrungsmittel genug fand, und in Ruhe hätte lebenkönnen. Gleichwohl verließen diese Menschen ihren friedli-che» Aufenthalt, um den Krieg aufzusuchen.

Selbst ihre musikalischen Instrumente, wenn man sieso nennen kann, sind nicht zum Ausdruck der Freude undfriedlichen Ergötzlichkcitcn bestimmt. Sie bestehen theilsaus einer Muschel, welche mandie Tritonentrompete nennt,theils aus einer kleinen hölzernen Pfeife; und sind beidezur eigentlichen Musik durchaus ungeschickt. Auch hörteman nie, daß sie darnach sangen, oder in abgemessenenTönen und melodisch darauf zu spielen versuchten. DieseInstrumente gaben nur einen blökende» Ton, der dieNeu-Seeländer gleichwohlzumKampfbegeistert; denn fie dienennur zum Kriegsgebrauche.

Die Musik, welche den Menschen zahm machen soll,wird also auch aufNcu-Seeland, so gut wie bei uns, ge-braucht, um zur brutalen Mordlust anzufeuern.

Alles hat bei diesem Volle Bezug auf den Krieg; selbstdcrPutz ist eine Art von kriegerischerAuszeichnung; wen»man sie in ihrem größten Staate sieht, so kann man sicherseyn, daß sie zur Fehde ausziehen.