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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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Neu - Seeland

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nicht bloß in Augenblicken, wo es Krieg gilt; selbst ihreFreude nimml diesen Charakter an. Als sie einmal beiguter Laune waren, gaben sie den Engländern auf demVerdeck einen Heiva oder Tanz zum Besten. ZudemEnde legten sie ihre zottigen Oberkleider ab, und stellte»sich in eine Reihe; alsdann sieng der eine an . ein Lieiranzustimmen, streckte dabei wechsclsweise die Arme aus undstampfte gewaltig, fast wie rasend, mit den Füßen dazu.DieandernAlle machten seineBewegungen nach und wieder-holten von Zeit zu Zeit, wie im Chor, die letztenWorte desGesanges, worin maneine Art vvnSylbenmaas erkenne»konnte. Die Stimme des Dorfangers war schlecht genugund die Melodie seines Liedes höchst einfach, denn sie be-stand nur in einer Abwechselung von wenige» Tönen.

Daß rohe Sitten sich auch in dem Familienlcbe»äußern werden, läßt sich erwarten. Die Weiber sind dieLastthiere und Sclaven der Männer. Förster sah einmal,wie eine Mutter die Ungezogenheit ihres Knaben bestrafe»wollte; da sprang der Mann hervor, warf sie zu Bo-den und prügelte sie unbarmherzig. DirTprannei derManpnergegen dieWeiber soll i»Neu,Seeland weiter, als irgend-wo getrieben werden.

Ueber die Regierungsverfaffüng der NemSceländerund ihre Religion nur einige Worte. Man findet auch hierwie anfmehrercu Inseln, wo sich die Malajische Rasse aus-gebreitet hat, Spuren desLehnsspstems, daeinOberhauptüber mehrere geringere Herren gebietet, die wiederum dieObcrhcrren ihrer Unterthanen sind. Ei» System, dasüberall aus einer barbarischen Deukungsart entspringt,und eine niedrige Stufe der Cultur anzeigt, daß sich aber,im Vorbeigehen gesagt, selbst aus Europa noch nicht hatverbannen lassen, so viel Blut auch «nnützerweise deshalbvergossen wurde.