Die Ladronen - oder Marianen - Inseln.' Zyz
selligen, Thiere, einen wahrhaft Jdyllenartizen Charakterund man vergaß, daß die Insel unbewohnt war. *)
Nicht minder reizend zeigt sich G u an. Auch hiersteigt der Boden vom Meere an, ohne schroffe Abstufunggegen die Mitte der Insel, welche von einer Kette vonBergen durchschnitten wird. Die Höhen prangen mit denschönsten Laubhölzern, und die Thäler mit Wiesen undreichen Feldern, die von Quellen bewässert und kleinen,rauschenden Bächen durchströmt werden. Ueberall findetman malerische, reizende Aussichten.
Unstreitig erhält diese äußere Schönheit des Landes,durch die vielen wohlthätigen Pflanzen, womit es bedecktist, noch einen höhern Werth. Cocospalmen, Brodfrucht-bäume, Pomeranzen, Citronen, Pisangs, Guajaven (Tsi-dium 6uajavs) MangoSbäume (Maugii'era indica), An»,nas, Melonen, Baumwollenstauden, Zuckerrohr, Cacas,Indigo, Reiß, Waizen und türkisches Korn oder Mais,—alle dieftPflanzen wuchsen theils wild, theils haben die Spa-nier sie hierher verpflanzt, wo sie vortrefflich gedeihen **).
In Absicht vuf daS Thierreich waren ursprünglich dieseInseln so arm. als alle anderen in Australien. Gegenwär-tig aber findet man hier Rindvieh, Schweine, Ziegen, Hun-de, Pferde, Esel, Maulthiere, Guanaten (Camelus Llacma)Hirsche und wilde Schweine in den Wäldern. Nicht weni-ger reich sind jetzt die Marianen an Hühnern, zahmen undwilden Enten, Strandläufern, Wasserhühnern, Drosseln,Amseln, Turteltauben und Papageien, so wie es auch
*) Wir haben bereits oben bemerkt, baß Tinian gegenwärtigseine Reize dadurch verloren hat, daß die Natur, sich selbstüberlassen, alles mit wildem Gesträuch bedeckt und in einer»einförmigen, undurchdringliche» Wald verwandelt hak.
**) Crozet versichert, daß es nichts ungewöhnliches sey, Mais.pflanzen vo» 12 Fuß Höhe mit g biS io Arhren zu finde»,wovon jede g bis, >» Zoll lang fll«