Kunst-Akademie, in Wien. 24z
jährlich ein Mahl in das Freye, um ihnen die Meß-Kunst praktisch zu lehren. Desgleichen unterrichtet .der Pros. der Landschaft-Mahlerey und dessen Abjun-ctus, die tüchtigen Schüler seiner Classe, in den Mo-nathen Jun. Iul. und August, wöchentlich ein Mahlin den Gegenden um Wien; hernach im ganzen Sept.auf kaiserliche Kosten in entfernten Ortschaften, nachder Natur zu zeichnen; und haben dieselben jedesMahl ihre verfertigte Zeichnungen dem Rathe zurBe-urtheilung vorzulegen. Von dem Lehrer der Zerglie-derungs-Kunst werden für die akabem. Scholaren,Vorlesungen in deutscher Sprache und einem klarenund faßlichen Vortrage gehalten, wie auch an wirk-lichen Körpern bewiesen; er erklärt im Sommer,
2 Mahl in der Woche, die Osteologie, und in denWinter-Monathen wöchentlich 3 Mahl die Myo-logie, wovon die Tage allemahl durch einen Anschlage-Zettel bekannt gemacht werden.
Zu wirklichen Mirgliedern werden sowohl fremdeals eingeborne Künstler von unbescholtenem Rnf ange-nommen; doch können sie nicht anders, als durch Auf-nahme ■ oder erste Preis-Stücke z* , dazu gelangen.Dergleichen Stücke sind jedes Mahl, unter einem beyge-fügten versiegelten und mit einem Wahlspruche über-schriebenen Zettelchen, worin der Nahme des Künst-lers angemerkt ist, an das Secretariat zu senden»Diejenigen, die nachher von dem Rathe gutgeheißenwerden, erhalten unentgeltlich ein akademisches Di-plom, mit der Erlaubniß, von aller Gewerbe-Steuerl>nd Jnnungs- Verbindlichkeiten frey, mit so vielenGehülfen, als sie nöthig haben, zuarbeiten, und sichwir diesen Freyheiten in allen k. k. Erb-Ländern nie-derzulassen, u. d. gl. Die in Wien ansässigen sindLL 2 vage»
(*) Dieses ist nur von denen zu verstehen, die, von >7»l a»L«-fangen, einen ersten Preis erworben haben.