Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
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Kunst-Kammer.

Der König von Preußen, Friedrich WilhelM^ivendete seine gewöhnliche Ergetzunqs«Stunden zur

rey an. Friedrich l. hatte diesen seinen einzigen - , .in Ansehung der Wissenschaften, die ihm zu seiner krwigen Bestimmung nöthig und nützlich seyn konnten, nichts *Uch vernachlässigt, sondern Demselben alle mögliche

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genheik, um darin unterrichtet zu werden, verschaffet.

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sondere hatte er die Mathematik dazu gewählt, und'Friedrich Wilhelm war diese Wahl um so ange« vmer, als er schon damahls einsähe, wie vortheilhaft bdiese Wissenschaft bey seinem künftigen Regierungs^Vsund der bey sich verspürten natürlichen Nergung zum Mtär Wesen, werden konnte. Mit vollem Eifer ergr>ss ^-aber diese Gelegenheit, sich in einer seinen Absichten »Neigungen so unpassenden Wissenschaft zu vervollkoinnen. Seine erste Lehrmeister bedienten sich der Metyodurch die Zeichnuygs-Kunst und ersten AnfangsgründeMahlerev, als die gewöhnlichen Gespielen der Mathet«tik, ihrem Lehrlinge diese sonst den Verstand gar sehrstrengende Wissenschaft angenehm zu machen, und dadurhatte er unvermerkt eine Kenntniß von der ZeichnungKunst und damit verknüpften Mahlerey erlangt. Vdarin gethane Fortschritte haben ihm dergestalt zur MHaltung gedient, daß er, auch noch in den leztea Iawseines Lebens, sich tu denen Stunden, die er von wichtwAngelegenheiten frey harte, damit zu beschäftigen fW jund darin eine Art der Ergetzung und des Zeitvertre! ^fand. Gcwöonlicher Weift war die Zeit von 2 bis g "7ehe sich der Militär • Grand zum Empfang der Parole *fand, dazu bestimmt. Zwar war in den von ihm ventigten Gemählden keine besondere Feinheit des Pi"stlsbemerken, doch war er in Treffnng der Aehnlichkeit vden sich gewählten Urbildern ziemlich glücklich. Besoldnübte er sich, in den Gemählden alter römischer Köpft, " ^selbst Kenner haben gestehen müssen, daß er darin,sein Pinsel nur feiner gewesen wäre, eine ziemlichebesessen habe. Er machte sich ein Vergnügen baro1dergleichen von seiner Hand verfertigte Gemählde a« t* ,Generale und Minister, die er vorzüglich liebte,schenken; und es gab in Berlin nur wenig Bildernett, in welchen nicht ein von seiner Hand verfertig"»mählde angetroffen wurde.