Kunst-Kammer. 41 1
Atgkfetzt, und man kann die von diesem Könige in feine»Krankheiten verfertigte Gemählde besonders daran erkra-nkn, weil auf denselben gemeiniglich die Worte:
FRIDERICUS W1LLHELMUS in tormentis pinxit,befindlich ja seyn pflegen. Mit dem Mahlen nach demMn beschäftigte er sich auch in seinem Podagra haupt-sächlich deshalb, damit er dadurch den Nachmittag«, Schlafvermeiden möchte, und folglich eine desto ruhigere Nacht^ffmkonflte.
«> In der Drechsler-Kunst haben es manche großeZerren recht weit gebracht. In neuern Zeiten sind? le römischen Kaiser Ruvolph l. und Ferdinand III.JWn berühmt. Lezterer ließ den nürnbergischen^Unst - Drechsler Jlck nach Wien kommen, um seine^brit anzusehen, und seine Kunst zu bewundern.^ Kaiser Leopold war auch sehr geschickt darin,begnadigte die Drechsler mit vielen Privilegien,russische Kaiser, Peter I. drechselte auch gern,P schenkte viele Stücke von seiner Arbeit an den^»d- Grafen Karl von Hessen -Cassel. Dieser war^knfallg ein großer Liebhaber vom Drechseln, undsich eine eigene Kammer unter dem Schloß, Tho-j Cassel einrichten lassen, worin «r nach der Mahl-E" in drechseln pflegte. Die Kurfürsten von Bay»
' Maximilian und Ferdinand Maria, warendarin sehr geschickt (*). Auch das Glasschlei»haben manche große Herren geliebt, und zu»»
Zeit-
^ In München, sind verschiedene elstnbeinerne Bilder, «eichediese beyde Kurfürsten gedrechselt haben. Auch «vm Könizbiegn» und von Polen sind einige kleine Kunst-Stück«daselbst von Gold. In Kopenhagen ist eine Schale vomHörne ei,,«- Einhorn .Fischer, welche Kaiser Rudolpt) n,sedrechselt hat. I» Dresden sind etliche elfenbeinerne Be-Aer, welche der Kurfürst August und der Henog Lbri«k'fln ,u Sachsen gedrechselt haben. In Jvspruck ist nochk^Drechsel-Zimmer des Eri-Herjogeö Ferdrnuud mi<krÜ^r}“ «vorigen Gergihe, ««»viele» ane Elfenbein »r-vkechselttn Sachen.