Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
Seite
412
JPEG-Download
 

412. Kunst - Kämmet.

Zeitvertreib Gläser zu Teleskopen oder Mikroskope»geschliffen. '

14 kNeistep.- Stücke von Handwerkern.dies« mit besondern^ Fleiße und Kirnst - Geschicklichkeilgemacht zu werden pflegen, so thut man nicht unrecht,wenn man sie in Kunst.'Kammern sammelt, wie nra»in Bibliotheken-gern die Meister-Stücke der Buch'Binder aufstellt. Der Kurfürst August l, von Such'sen hat eine große Sammlung davon zusammenbracht. Viele Handwerker haben- -ein bestimmtesMeister-Stück, welches nach der altenMödegemachtwerden muß. Dieses hat in Absicht der Kunst-K«»»mern seinen Ruhen, weilsonst manche alte Kunst-W^ke ganz unbekannt werden würden. Besonders si>^in der dresdner Kunst-Kammer einige kunstreicheSchlösser zu bewundern. Das nürnberger Zank-Eisen kann auch hierher gerechnet werden. Daherffndet man in einigen Kunst. Kammern auch allerleySpiel-Gerath, welches künstlich gearbeitet ist, z. B-Schach-Spiele, Kegel-Spiele, Damen-Brerer,Grillen-Spiele, u. d. gl.

15. Da alle bisher angeführte Dinge größte»Theils den Augen zur Belustigung dienen, sohatm»»

• auch, zur Ergehung des Ohres, musikalische I«str^mence in Kunst-Kammern gesammelt. Diesetheils alte, theils neue. Die alten bat besonders-Kircher in seiner Musurgie beschriebene und derLa»^GrafKarl von Hessen -Caffel hqt sie uach seiner undMeibom's Beschreibung nachmachen lassen. @‘ tlMonochordum, oder Instrument mit Einer Saite/ist darunter besonders merkwürdig (♦)„ Von neuer»

v ) darunter gehört oie Trompete msnne,mein, von einer eintiqen Darm'Saite

slctC>tT SVöfstMrtt*t , fttrtX.vu ist.

w» rurrr viniweii welche uber e

dreyeckiaen Resona»» - Boden geevqen ist. Die Welt'aner haben ein ähnliche« einsaitiqe«Instrument, dekgmim Naturalieil-Cabinele ju Varby in sehen ist.

Man ;