Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
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Kunst - Kammer. 415

^ rf |/ u. s. w. (*). Ma» verwahrt auch besondersKleidungsstücke von merkwürdigen Personen und gro-pen Helden, hauptsächlich solche, worin sie etwa ent-leivet sind, wie man in der Kunst-Kammer zu Wiendas lederne Lollet zeigt, welches Gustav Adolph inder Schlacht'bey Lützen, wo er seinen Tod fand, gesragen hat. Auch Kleider der Heiligen gehören hier-wiewohl dieselben mehrentheils in Kirchen aufbe,halten werden, z.B. der Mantel der heil.Kunigundeln der Dom-Kirche zu Bamberg; s. oben, S. 78 (**).

Mau

Zu Oxford, im Theatro anato»!*o, sind viel dergleichenLIeiduiigc» der Indianer, auch im Theatro Ashmolc.noäu London, ttio man Mützen von Federn und vielerlei SittenSchutze findet. Jnsonde.rtzejk ist das briltische Museum reich«» dergleichen Sachen, und dar eine Menge Kleidungsstücke,welche der derüvmre Look aus den Südländern mirg«.

■ bracht hat. In Floren; find die Kleidungen rwey indian«ischer Könjqe von aiieiiiander genätzelen Federn, auch ej»Kleid einer Königes von Cdina, imgl. Janitscharen-Klei«der von rothem Sammet, mit kleine» goldene» Knöpfen,u. s. w.

Nach dem Berichte des Hrn. v. Rlainville, in seinenReisen, Ttz. >, S. ac>6, ,st der Maurel der heil. Luni-gunde so schwer, weil er so stark mit Perlen besetzt ist,daß ihn der stärkste Sänfte»«Träger nicht von einem Endeder Stadt bis zum andern tragen würde, ohne in den heft-igsten Schweiß zu gerathen. Daselbst sind übrigens auchlwey Röcke und ein Mmiccl des Laisers Heinrichdes heiligen von blauem Damast, und ein Maittrl von ro-senfarbenem Damast, mit silbernen Fransen besetzt. AndenMerkwürdigen alten Kleidungsstücken gehört deri seidenekünstlich gestickte Mantel mir vielen Figuren undSchriften, welchenderungarlscheRönisi Srephanusini I. 10; i der Marien-Lirche ;u vveifienburfi gc>schenkt hak; s, Erasrni Frtelichii Casulae S. Stcpliani Regis«ung. vera imago et expositio, Vienn. >7sg, 4. Im großenMünster in Aachen, Hai man eine Menge Most-' Gewänder^nd Kleider in derSacristey, worunter das Meß-tocwandPapstes Hadrian I., welches er bey der Einweih.nug der Kirche getragen hat, merkwürdig tst. Es ist von«eide gewirkt, wie ei» erwaS geschobenes Netz, dessen Vö-santenlörmig find; inwendig ist eine jede Ranre gelb,JL"? b>« auswendige Einfassung ist vurpursarbig, oder ni«l>menr cvivitti'in. I» Kopenhagen bar man die Schuhe oder

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