Kunst-Kammer. 417
dem fef. D. Luther hat man verschiedene Geräthe inde» Kunst Kammern, als: sein Tinten-Faß und<rink-Glas zu Wolfenbüttel, zu Dresden seinen Löstfa/ Becher, und nebst andern Sachen auch seinHaus-Gewehr, welches eine Art von HellebartheW (*). Auf dem Rath - Hause in Leipzig ist ein silber-^r übergoldeter Pokal befindlich, welchen Luther vonKönige von Schweden geschenkt bekommen hat.der helmstädtischen Universikäts -Bibliothek hatwan Luther's Docior-Ring und Trau-Rmg.
Hierher gehören anst) Messer und andere Sa-welche von Menschen verschluckt und glücklich^«grschmrcen sind, welche man hin und wiederi^gt. So zeigt mau z. B- im Anatomie - Sable zu^yben, ein Messer, welches einem jungen Menschen,der es verschluckt hatte, aus dem Magen geschnittenWorden ist, und zwar so geschickt, daß er noch acht^hr nachher gelebt hat.
^ 21. Allerley Rricgs - Gerarhe. Große Kriegs.'Drücke, als: Kanone», Karthaunen, Mörser, Feld-schlangen rc. und zwar in mehrerer Anzahl, gehörenÄchtUch jn Zeug-Hauser; indessen findet man oft^üst-Kammern mit königlichen und fürstlichen Kunst-Ammern verbunden. In denselben verwahrt mandbsvnders:
a - alte Rriegs« Gerüche der Deutschen, die jezt^cht mehr im Gebrauch sind, als: die Morgensterne,^^rbarchen oder Partisanen, Pieken, Streit-Fle-^ rc. Da dergleichen Kriegs-Instrumente Werke
et Kunst, und dabey so selten sind, so verdienen sie
aller,
Hand rüdren und bewegen, auch alle« anfassen und jugret«un kvnnie.
^ S. Gc. Henr. Goetzii diil! de reliquiis Luceri, Lps. 1705 4.*}]'& den aussttdrl. Aueing daraus, ji, Tenzels cur. Pi-"Noti,, von 1704, ©. 36s, fgg.
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