Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
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Kunst-Wort.

nig Unwissenheit, wenn man diese Kunst -Wörter enem lächerlichen Triebe, etwas besonderes zu haben,schreibt, und sich z. B. darüber kißelr, wenn dieI«§die Ohren einesHasen Löffel und dieFüße Läufe nenne'Dies waren in den ältesten Zeiten gangbare Ausdruck /welche uns in sehr vielen Fällen die wahren und urssriMlichen Bedeutungen der Wörter kennen lehren.

Die Kunst,Wörter gehören, nach dem Urtheile enes scharfsinnigen Beckmann (*), zu dem noch u ” e 'kannten Reichthum unserer Spräche: diesind sehr alt, viele sind verstümmelte Fremdlinge, 11von wenigen ist Ableitung und Rechtschreibung »nie'sucht und bestimmt. Es ist unangenehm, daß einen vWerkzeuge und Arbeiten, bey verschiedenen Künsileeund Handwerkern, ganz verschiedene Benennunge»h^ben. Wollte man die rechnologische Terminologie pk'losophisch oder systematisch bearbeiten, so würdemehr Synonymen abzuschaffen,als neue Nahmen ein)führen haben. Aber gesetzt, daß jemand diese ÄrbeüiStande brächte, welches, so nützlich sie seyn wuk"/doch so bald nicht geschehen wird, so würde man Mdoch die gemeine Sprache der Künstler und Handw*ker bekannt machen müssen, wenn man ihnenVorschriften und Gesetze geben, und von ihnenrichten und Bemerkungen haben will, oder wennivon ihnen, und sie von uns verstanden werden so“ e ’so gut als man die Provinzial-Nahmen derwissen muß, wenn man die Botanik gemeinnützlichchen will ("). a .

Man hat so wenig Ursache, sich über dieWörter zu beklagen, daß man vielmehr ihre ^

(**) Ne opifices quidem tueri fu* artificia possent, nist t<>'vterentur nobi* incognitis, vjitati* sibi. CICERO * Jnor. IIJ. s.

O I» seiner Anleitung ;ur Technologie, ;te AuSg'?»7, «) S. > 4 .