Künstler. 439
•wiieit Schlosses bey Potsdam, welcher Höchst kostbar1,'H^ ? ' nn ' 9 t ' c $ 211 Menge Künstler aller Art, einen."cht geringen Verdienst, wodurch sich mancher vonWen auf lebenslang ein sicheres Auskommen hätteSchüssen können; allein, so lange der Verdienst fort-inh' lange gingen unter ihnen Verschwendungw Ausschweifungen aller Art im S6)wange, so daßach Cndigung der Bauten bald alle wieder so arm. als vorher, und genöthigt, sich zum Theil zu«lltrenen, und Unterhalt durch Arbeit in der Fremde? mchen, die viele nicht fanden. Zur Zeit des blü-Glückes brennt der Künstler, es jeden empfin-i» lassen, wie wichtig die Kunst sey, die ihmVer-?''st gibt. Selten, daß man solches gegenseitig ver-' und nicht mit neidischen, oft bittern Aenfferun-? ^ ^'iviedert. Sparsamkeit wird bey den Künstlern° c überflüssigen Tugend, weil man sich immer nachUe„ Aufmunterungen und Ergehkichkeiten sehnet;den irrigen Begriff hat, ein Kopf, der nichtst?} Wohlleben angefeuert worden ist, könne nicht
"ustlerjsch denken.
Es verräth doch wohl schlechte Erziehung bey tuKünstler, wenn er glaubt, die Kunst soll diequelle dieses Wohllebens und der Verschwendungerk, & *«*«»/ wenn er sie bloß deshalb gegen andereweil er in der Geschichte ehemahls berühmtr^ bsenerMahler, Bildhauer und Bau-Meister ge-ß "in hat, daß einige von ihnen, von Kaisern, Päp-dad^ und Fürsten, herrlich belohnet, und
F.-^ in den Stand gesetzt wurden, herrlich und inä» leben. Man zeige diesen Künstlern, daßUur c Meister ihrer Kunst sich genügsam bezeigten,frbofr 5 blück allein in einer gründlichen und recht-5 eu Ansübnng ihrer Kunst fanden, und daß dieBel ( 11 Von *& nen üey ihren Lebzeiten die verdienteO-unmgen empfingen; daß die Nachwelt erst ihrEe 4 * An-